Georgien 2008

Georgien 2008

Inno alla dea armonia e altre ( de. e it. , con o senza pdf )




ph: A. Kertesz, Nuvola dispersa





per chi vuole, qui:




Inhaltsverzeichnis - Indice


Hyperions Schicksalslied - Canzone sul destino di Iperione 

An die Parzen - Alle Parche 

An Zimmern - A Zimmern 

Hymne an die Göttin der Harmonie - Inno alla dea Armonia 

Die Launischen - Gli umorali 

Wurzel alles Übels - Radice di tutto il male 

Höhere Menschheit - Umanità superiore 

Verse da Brot und Wein - versi da Pane e vino 

Mnemosine 

Dankgedicht an die Lehrer - Poesia di ringraziamento ai Maestri 

Die Nacht - La notte 





Hyperions Schicksalslied



Ihr wandelt droben im Licht
auf weichem Boden, selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
rühren euch leicht,
wie die Finger der Künstlerin
heilige Saiten.

Schicksallos, wie der schlafende
Säugling, atmen die Himmlischen;
keusch bewahrt
in bescheidener Knospe,
blühet ewig
Ihnen der Geist,
und die seligen Augen
blicken in stiller
ewiger Klarheit.

Doch uns ist gegeben,
auf keiner Stätte zu ruhn,
es schwinden, es fallen
die leidenden Menschen
blindlings von einer
Stunde zur andern,
wie Wasser von Klippe
zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.




Canzone sul destino di Iperione



Errate in alto nella luce
su un che di morbido, genii beati!
Lucide arie divine
vi sfiorano,
come dita di un’artista
le sacre corde.

Senza destino come chi dorme
neonato, i Celesti respirano;
puro serbato
in delicato boccio,
fiorisce eterno
loro lo spirito,
gli occhi beati
vedono in silenti
eterne chiarità.

Ma a noi è dato
di mai riposare,
a tentoni e cadono
gli uomini sofferenti
da un’ora all’altra
alla cieca
come acqua da roccia
a roccia gettata,
anno per anno nell’incertezza.




An die Parzen



Nur Einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!
und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
daß williger mein Herz, vom süßen
Spiele gesättiget, dann mir sterbe.

Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht
nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht;
doch ist mir einst das Heil´ge, das am
Herzen mir liegt, das Gedicht, gelungen,

willkommen dann, o Stille der Schattenwelt!
Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel
mich nicht hinab geleitet; einmal
lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.




Alle Parche



Una estate concedete o Potenti!
e un’autunno per cantare maturo,
che più volentieri il mio cuore, sazio
del dolce gioco mi possa morire.

Anima senza diritti divini
in vita, neanche nell’Orco riposa;
ma una volta il Sacro, che mi sta a cuore,
la Poesia, una volta mi è riuscita,

benvenuto o silenzio dell’ombra!
Sono contento se anche non porti
il mio musico suono; una volta
vissi come gli Dei, e più non vale.

 

 

An Zimmern

 



       
Die Linien des Lebens sind verschieden,
Wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen.
Was hier wir sind, kann dort ein Gott ergänzen
Mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden.



Linee della vita sono diverse,
come le vie e profili di monti.
Di quel che qui siamo, là un Dio fa il sunto
con armonie pace e pregio eterno.





Hymne an die Göttin der Harmonie

 

Urania, die glänzende Jungfrau, hält mit ihrem Zaubergürtel das Weltall in tobendem Entzücken zusammen.                                        
W. Heinse, Ardinghello

       

Froh, als könnt' ich Schöpfungen beglücken,
kühn, als huldigten die Geister mir,
nahet, in dein Heiligtum zu blicken,
Hocherhabne! meine Liebe dir;
schon erglüht der wonnetrunkne Seher
von den Ahndungen der Herrlichkeit,
Ha, und deinem Götterschoße näher
höhnt des Siegers Fahne Grab und Zeit.
Tausendfältig, wie der Götter Wille,
weht Begeisterung den Sänger an,
unerschöpflich ist der Schönheit Fülle,
grenzenlos der Hoheit Ozean.
Doch vor allem hab ich dich erkoren,
bebend, als ich ferne dich ersah,
bebend hab ich Liebe dir geschworen,
Königin der Welt! Urania.
Was der Geister stolzestes Verlangen
in den Tiefen und den Höhn erzielt,
hab ich allzumal in dir empfangen,
sint dich ahnend meine Seele fühlt.
Dir entsprossen Myriaden Leben,
als die Strahlen deines Angesichts,
wendest du dein Angesicht, so beben
und vergehn sie, und die Welt ist Nichts.
Thronend auf des alten Chaos Wogen,
majestätisch lächelnd winktest du,
und die wilden Elemente flogen
liebend sich auf deine Winke zu.
Froh der seligen Vermählungsstunde
schlangen Wesen nun um Wesen sich,
in den Himmeln, auf dem Erdenrunde
sahst du, Meisterin! im Bilde dich. –
Ausgegossen ist des Lebens Schale,
Bächlein, Sonnen treten in die Bahn,
liebetrunken schmiegen junge Tale
sich den liebetrunknen Hügeln an:
schön und stolz wie Göttersöhne hangen
Felsen an der mütterlichen Brust,
von der Meere wildem Arm umfangen,
bebt das Land in niegefühlter Lust.
Warm und leise wehen nun die Lüfte,
liebend sinkt der holde Lenz ins Tal:
Haine sprossen an dem Felsgeklüfte,
Gras und Blumen zeugt der junge Strahl.
Siehe, siehe, vom empörten Meere,
von den Hügeln, von der Tale Schoß,
winden sich die ungezählten Heere
freudetaumelnder Geschöpfe los.
Aus den Hainen wallt ins Lenzgefilde
himmlischschön der Göttin Sohn hervor,
den zum königlichen Ebenbilde
sie im Anbeginne sich erkor:
sanftbegrüßt von Paradiesesdüften
steht er wonniglichen Staunens da,
und der Liebe großen Bund zu stiften,
singt entgegen ihm Urania:
»Komm, o Sohn! der süßen Schöpfungsstunde
Auserwählter, komm und liebe mich!
Meine Küsse weihten dich zum Bunde,
hauchten Geist von meinem Geist in dich. –
Meine Welt ist deiner Seele Spiegel,
meine Welt, o Sohn! ist Harmonie,
freue dich! Zum offenbaren Siegel
meiner Liebe schuf ich dich und sie.
Trümmer ist der Wesen schöne Hülle,
knüpft sie meiner Rechte Kraft nicht an.
Mir entströmt der Schönheit ewge Fülle,
mir der Hoheit weiter Ozean.
Danke mir der zauberischen Liebe,
mir der Freude stärkenden Genuß,
deine Tränen, deine schönsten Triebe
schuf, o Sohn! der schöpferische Kuß.
Herrlicher mein Bild in dir zu finden,
haucht' ich Kräfte dir und Kühnheit ein,
meines Reichs Gesetze zu ergründen,
Schöpfer meiner Schöpfungen zu sein.
Nur im Schatten wirst du mich erspähen,
aber liebe, liebe mich, o Sohn!
Drüben wirst du meine Klarheit sehen,
drüben kosten deiner Liebe Lohn.«
Nun, o Geister! in der Göttin Namen,
die uns schuf im Anbeginn der Zeit,
uns, die Sprößlinge von ihrem Samen,
uns, die Erben ihrer Herrlichkeit,
kommt zu feierlichen Huldigungen
mit der Seele ganzer Götterkraft,
mit der höchsten der Begeisterungen
schwört vor ihr, die schuf und ewig schafft.
Frei und mächtig, wie des Meeres Welle,
rein wie Bächlein in Elysium,
sei der Dienst an ihres Tempels Schwelle,
sei der Wahrheit hohes Priestertum.
Nieder, nieder mit verjährtem Wahne!
Stolzer Lüge Fluch und Untergang,
Ruhm der Weisheit unbefleckter Fahne,
den Gerechten Ruhm und Siegsgesang!
Ha, der Lüge Quell – wie tot und trübe!
Kräftig ist der Weisheit Quell und süß!
Geister! Brüder! dieser Quell ist Liebe,
ihn umgrünt der Freuden Paradies.
Von des Erdelebens Tand geläutert,
ahndet Götterlust der zarte Sinn,
von der Liebe Labetrunk erheitert,
naht die Seele sich der Schöpferin.
Geister! Brüder! unser Bund erglühe
von der Liebe göttlicher Magie.
Unbegrenzte, reine Liebe ziehe
freundlich uns zur hohen Harmonie.
Sichtbar adle sie die treuen Söhne,
schaff in ihnen Ruhe, Mut und Tat,
und der heiligen Entzückung Träne,
wenn Urania der Seele naht.
Siehe, Stolz und Hader ist vernichtet,
trug ist nun und blinde Lüge stumm,
streng ist Licht und Finsternis gesichtet,
rein der Wahrheit stilles Heiligtum.
Unsrer Wünsche Kampf ist ausgerungen,
Himmelsruh' errang der heiße Streit,
und die priesterlichen Huldigungen
lohnet göttliche Genügsamkeit.
Stark und selig in der Liebe Leben
staunen wir des Herzens Himmel an,
schnell wie Seraphin im Fluge, schweben
wir zur hohen Harmonie hinan.
Das vermag die Saite nicht zu künden,
was Urania den Sehern ist,
wenn von hinnen Nacht und Wolke schwinden,
und in ihr die Seele sich vergißt.
Kommt den Jubelsang mit uns zu singen,
denen Liebe gab die Schöpferin!
Millionen, kommt emporzuringen
im Triumphe zu der Königin!
Erdengötter, werft die Kronen nieder!
Jubelt, Millionen fern und nah!
Und ihr Orione, hallt es wider:
Heilig, heilig ist Urania!



Inno alla dea dell’armonia

Urania, la vergine scintillante, con la sua cintura magica tiene insieme il cosmo che impazza di piacere.
W. Heinse, Ardinghello


Contento come se potessi far felici le creazioni,
ardito come se adorassero gli spiriti,
si avvicina, a guardare nella tua santità,
Alta fra gli Alti! a te il mio amore;
arde già il vedente ebbro di piacere
per presumere la divinità,
he, e più vicino al tuo divino grembo,
ghigna la bandiera del vincitore sulla tomba e il tempo.

In mille sfaccettature come la volontà degli dei,
soffia l’incanto per i cantori,
inesauribile la pienezza della beltà,
sconfinato l’oceano dell’altezza.
Ma più di tutto ti ho cara, tremando quando ti vidi di lontano,
tremando ti giurai amore,
regina del mondo! Urania.

Quel che dà una meta nelle profondità
e nelle altezze all’orgoglioso desiderio degli spiriti
lo sentii la prima volta in te,
la mia anima si emoziona se si fa un’idea di te.
Da te originarono miriadi di vite
come i raggi del tuo volto,
se lo rivolgi altrove tremano
e si estinguono, e il mondo è nulla.

Dal trono sulle onde dell’antico caos
sorridi regale e fai il gesto di saluto,
e volano i selvaggi elementi
con affetto ai tuoi gesti.
Contento dell’ora beata di accolta,
essere a essere si attorce.
Nei cieli sulla rotondità terrestre
ti vedesti, Maestra! in immagine. –

Compiuto lo stampo del vaso della vita,
entrano nel loro corso piccoli rivi, i soli,
giovani valli ebbre d’amore prendono forma
adatta ai colli ebbri d’amore:
belle e orgogliose come figlie di dei,
rocce si appendono al seno materno,
circuìta dal selvaggio braccio dei mari
trema la terra nel piacere mai provato.

Calde e deboli spirano ora le arie,
amabile sprofonda la santa primavera nella valle:
siepi germogliano presso l’ intrico roccioso,
erbe e fiori testimonia il giovane raggio.
Guarda, guarda, dal mare sottomesso,
dai colli, dal grembo delle valli
si snodano innumerevoli schiere
di creature che smaniano di gioia.

Dalle siepi passa ondulante ai campi primaverili
il figlio della dea bello come il cielo,
cui lei all’inizio si raccomandò
come a regale immagine:
col tenue saluto di profumi di paradiso
ristà egli per piacevole meraviglia,
e per fondare la grande alleanza dell’amore,
canta verso di lui Urania:

"Vieni figlio! Prescelto dell' ora dolce di creazione,
vieni e amami! I miei baci
ti consacrarono all’alleanza,
soffiarono spirito del mio spirito in te.-
Il mio mondo è specchio della tua anima,
il mio mondo, figlio, è armonia, gioisci!
Come evidente sigillo
del mio amore creai te e lui.

Sono rovine i bei gusci degli esseri
se non si allea la forza della mia destra.
Da me fluì l’eterna pienezza di beltà,
da me la profondità dell’immenso oceano.
Ringrazia me per il magico amore,
me per il gusto che rafforza della gioia,
le tue lacrime, i tuoi migliori impulsi
li creò, figlio, il bacio creatore.

Per trovare più maestosa in te la mia immagine
ti insufflai forze e coraggio,
perché fondassi gli ordinamenti del mio regno,
fossi creatore delle mia creazioni.
Solo nell’ombra mi scorgerai,
ma amami, amami, o figlio!
In alto vedrai la mia chiarità,
in alto assaggerai il premio del tuo amore."

Ora o spiriti! Nel nome della dea
che creò noi all’inizio del tempo,
noi gemme del suo seme,
noi eredi della sua maestosità,
venite alla consacrazione festiva
con l’anima dell’intera forza divina,
con la più grande delle ammirazioni,
giurate davanti a lei che creò e eterna crea.

Libero e potente come l’onda del mare,
puro come rivo nell’Eliso,
sia il culto alla soglia del suo tempio,
sia l’alto sacerdozio della verità.
Abbasso il vecchio vaneggiare!
Maledizione dell’orgoglioso mentire e morte,
fama alla bandiera senza macchia della sapienza,
ai giusti fama e canto di vittoria!

He! la sorgente di menzogna – com’è morta e torbida!
Piena di forze la sorgente della sapienza e dolce!
Spiriti! Fratelli! Questa sorgente è amore,
la circonda di verde il paradiso delle gioie.
Accennato dalla vita terrena,
la voglia divina presénte il tenero senso,
rallegrata dalla fresca bevanda d’amore,
l’anima si avvicina alla creatrice.

Spiriti! Fratelli! Arda il nostro patto
per l’amore della magia divina.
Illimitato, puro amore ci attiri
amichevole all’alta armonia.
Nobiliti visibilmente i figli fedeli,
porti in loro pace, coraggio e azione,
e le lacrime della santa adorazione
quando Urania si avvicina all’anima.

Guarda, orgoglio e odio sono annientati,
esausta ora e muta la cieca menzogna,
rigida la luce e avvistato il buio,
puro il silenzioso esser santo della verità.
La battaglia terminata dei nostri desideri,
l’incandescente litigio giunse a celeste pace
e le sacerdotali consacrazioni
premia divina abbondanza.

Forti e beati della vita nell’amore
stupiamo per il cielo del cuore,
veloci come serafini in volo, ci libriamo
verso l’alta armonia lassù.
Questo le corde musicali non riescono ad annunciarlo,
che cosa sia Urania per i vedenti,
quando dall’intimo la notte e le nuvole scompaiono
e in lei l’anima si versa.

Venite a cantare con noi il canto di giubilo
voi  a cui la creatrice diede l’amore!
A milioni venite a giostrare
in trionfo per la regina!
Dèi terreni gettate le corone!
Giubilate a milioni voi lontani e vicini!
E voi Orione fate echeggiare:
santa, santa è Urania!



Die Launischen

 

           
Hör ich ferne nur her, wenn ich für mich geklagt,
    Saitenspiel und Gesang, schweigt mir das Herz doch gleich;
        Bald auch bin ich verwandelt,
            Blinkst du, purpurner Wein! mich an
Unter Schatten des Walds, wo die gewaltige
    Mittagssonne mir sanft über dem Laube glänzt;
        Ruhig sitz ich da selbst, wenn
            Zürnend schwerer Beleidigung
Ich im Felde geirrt – zürnen zu gerne doch
    Deine Dichter, Natur! trauern und weinen leicht,
        Die Beglückten; wie Kinder,
            Die zu zärtlich die Mutter hält,
Sind sie mürrisch und voll herrischen Eigensinns;
    Wandeln still sie des Wegs, irret Geringes doch
        Bald sie wieder; sie reißen
            Aus dem Gleise sich sträubend dir.
Doch du rührest sie kaum, Liebende! freundlich an,
    Sind sie friedlich und fromm; fröhlich gehorchen sie;
        Du lenkst, Meisterin! sie mit
            Weichem Zügel, wohin du willst.


Gli umorali


Sento di lontano quando per me lamento,
accordi e canti, subito tace il cuore;
sono già trasformato
se mi vedi tu, vino di porpora!

Sotto ombre di bosco dove il sole
del mezzodì splende tenue nel verde;
siedo tranquillo quando
irato da pesante offesa

vagai nei campi – troppo irosi
natura, i tuoi poeti! Lutto e pianto facile
i felici; infantili
se la madre fu troppo delicata

ombrosi e pieni di sé prepotenti:
cambiano zitti cammino, un’inezia
li fuorvia; si strappano
opponendo resistenza.

Ma se appena li sfiori, cara! amichevole,
pacifici e pii contenti ti seguono;
tu guidi maestra! Con
tratto lieve, dove vuoi.


Wurzel alles Übels

 



Einig zu sein, ist göttlich und gut; woher ist die Sucht denn
    Unter den Menschen, daß nur einer und eines nur sei?

Radice di tutto il male

Uniti andare d’accordo è delizia divina; come mai
Fra gli umani il bisogno dell’unico o di una cosa?



Höhere Menschheit

 



     
Den Menschen ist der Sinn ins Innere gegeben,
Daß sie als anerkannt das Beßre wählen,
Es gilt als Ziel, es ist das wahre Leben,
Von dem sich geistiger des Lebens Jahre zählen.



Umanità superiore



Agli umani è dato il senso dell’interno,
che sappiano cos’è migliore,
vale come meta, è la vera vita,
di cui si contino gli anni spirituali.



da Brot und Wein



[…]
Auch verbergen umsonst das Herz im Busen, umsonst nur
Halten den Mut noch wir, Meister und Knaben, denn wer
Möcht es hindern und wer möcht uns die Freude verbieten?
Göttliches Feuer auch treibet, bei Tag und bei Nacht,
Aufzubrechen. So komm! daß wir das Offene schauen,
Daß ein Eigenes wir suchen, so weit es auch ist.
Fest bleibt Eins; es sei um Mittag oder es gehe
Bis in die Mitternacht, immer bestehet ein Maß,
Allen gemein, doch jeglichem auch ist eignes beschieden,
Dahin gehet und kommt jeder, wohin er es kann.
Drum! und spotten des Spotts mag gern frohlockender Wahnsinn,
Wenn er in heiliger Nacht plötzlich die Sänger ergreift.



[…]
E nascondere è vano il cuore nel petto, è vano
tratteniamo coraggio, maestri e fanciulli,
chi mai può opporsi e chi mai può vietarci la gioia?
Fuoco divino ci sprona, il giorno e la notte,
ad aprirci il varco. Vieni! vediamo l'Aperto,
cerchiamo il proprio per quanto sia distante.
E' certo; sia a mezzodì sia a notte fonda
sempre sussiste una misura comune,
ma assegnata anche come una sua propria,
là ciascuno va e viene fin dove lo può.
Una follia festosa, allora! si fa beffe della beffa
quando nella notte santa d'un subito afferra chi canta.




Mnemosyne

Letzte Fassung



       
Reif sind, in Feuer getaucht, gekochet
die Frucht und auf der Erde geprüfet und ein Gesetz ist,
daß alles hineingeht, Schlangen gleich,
prophetisch, träumend auf
den Hügeln des Himmels. Und vieles
wie auf den Schultern eine
Last von Scheitern ist
zu behalten. Aber bös sind
die Pfade. Nämlich unrecht,
wie Rosse, gehn die gefangenen
Element' und alten
Gesetze der Erd. Und immer
ins Ungebundne gehet eine Sehnsucht. Vieles aber ist
zu behalten. Und Not die Treue.
Vorwärts aber und rückwärts wollen wir
nicht sehn. Uns wiegen lassen, wie
auf schwankem Kahne der See.
Wie aber Liebes? Sonnenschein
am Boden sehen wir und trockenen Staub
und heimatlich die Schatten der Wälder und es blühet
an Dächern der Rauch, bei alter Krone
der Türme, friedsam; gut sind nämlich,
hat gegenredend die Seele
ein Himmlisches verwundet, die Tageszeichen.
Denn Schnee, wie Maienblumen
das Edelmütige, wo
es seie, bedeutend, glänzet auf
der grünen Wiese
der Alpen, hälftig, da, vom Kreuze redend, das
gesetzt ist unterwegs einmal
Gestorbenen, auf hoher Straß
ein Wandersmann geht zornig,
fern ahnend mit
dem andern, aber was ist dies?
Am Feigenbaum ist mein
Achilles mir gestorben,
und Ajax liegt
an den Grotten der See,
an Bächen, benachbart dem Skamandros.
An Schläfen Sausen einst, nach
der unbewegten Salamis steter
Gewohnheit, in der Fremd, ist groß
Ajax gestorben,
Patroklos aber in des Königes Harnisch. Und es starben
noch andere viel. Am Kithäron aber lag
Eleutherae, der Mnemosyne Stadt. Der auch, als
ablegte den Mantel Gott, das Abendliche nachher löste
die Locken. Himmlische nämlich sind
unwillig, wenn einer nicht die Seele schonend sich
zusammengenommen, aber er muß doch; dem
gleich fehlet die Trauer.


 

Mnemosine

ultima versione



Maturi, immersi nel fuoco i frutti
provati in terra ed è legge
tutto vi rientri, come serpenti,
profetici sognano su
poggi paradisiaci. E molto
come sulle spalle un
peso di separarsi
da portare. Maligni però
i sentieri. Infatti ingiusti
come cavalli, vanno i prigionieri
elementi e antiche
leggi della terra. E sempre
nel non vincolato va una nostalgia. Ma molto
va tenuto. E un bisogno questa fedeltà.
In avanti invece e indietro non vogliamo
vedere. Cullare lasciarsi, come
su barca che dondola il mare.

Come però, caro? Raggi di sole
sul terreno e polvere secca
e come patria le ombre dei boschi e fiorisce
ai tetti il fumo, ad antiche corone
di torri, in pace; buoni infatti
se a contraddire l’anima
un Celeste la ferì, i presagi del giorno.
Che neve, o biancospino
l’animo nobile dove
che sia, importante, risplende
sul verde prato
delle Alpi, proprio là come parlasse della croce, che
fu posta in cammino un tempo
ai morti, su alta via
un viandante va iroso,
lontano presume con
l’altro, ma cos’è questo?
All’albero di  fico mi è
Achille mio morto,
e Aiace giace
alle grotte sul lago,
ai torrenti imparentati allo Scamandro.
Ai sonni correre un tempo, dopo
la ferma abitudine
della non commossa Salamina, straniero il grande
Aiace morì,
Patroclo invece nel regno. E morirono
molti altri molto. Presso il Citereo era
Eleutera, città di Mnemosine. A lei, ove
tolse Dio il manto, sciolse i capelli
l’elemento serale, in seguito. I Celesti infatti
non sono propensi, se uno  a proteggersi
non trattiene l’anima, tuttavia deve; a lui
subito viene meno il lutto.



Dankgedicht an die Lehrer



Uns würdigte einst eurer Weisheit Wille,
der Kirche Dienst auch uns zu weihn,
wer, Brüder, säumt, daß er die Schuld des Danks erfülle,
die wir uns solcher Gnade freun?

Froh eilt der Wanderer, durch dunkle Wälder,
durch Wüsten, die von Hitze glühn,
erblickt er nur von fern des Lands beglückte Felder,
wo Ruh und Friede blühn.

So können wir die frohe Bahn durcheilen,
weil schon das hohe Ziel uns lacht
und der Bestimmung Sporn, ein Feind von trägen Weilen,
uns froh und emsig macht.

Ja, dieses Glück, das, große Mäcenaten,
ihr schenkt, soll nie ein träger Sinn
bei uns verdunkeln, nein! verehren Fleiß und Taten,
und Tugend immerhin.

Euch aber kröne Ruhm und hohe Ehre,
die dem Verdienste stets gebührt,
und jeder künftge Tag erhöhe und vermehre
den Glanz, der euch schon ziert.

Und was ist wohl für euch die schönste Krone?
Der Kirche und des Staates Wohl,
stets eurer Sorgen Ziel. Wohlan, der Himmel lohne
euch stets mit ihrem Wohl.



Poesia di ringraziamento ai Maestri



Ci rese degni la vostra volontà di saggezza,
per dedicarci anche noi al servizio della Chiesa,
chi tralascerà, fratelli, di adempiere al debito,
che abbiamo gioia di tale Grazia?

Felice si affretta il viandante nei boschi oscuri,
nei deserti che bruciano per calore,
intraveda solo di lontano i campi fortunati della terra
dove fioriscono la calma e la pace.

Imbocchiamo veloci il gioioso percorso
perché ci arride già la meta alta
la traccia di determinazione o un nemico che esita stanco
ci dona gioia e la voglia di fare.

Sì questa fortuna che voi grandi mecenati
ci versate non dovrà mai far ombra
su una stanchezza, no! Onora diligenza e azioni
e sempre la virtù.

Ma voi coroni fama e onore alto
che al merito già rendete grazie
e ogni giorno che nasce innalzi e aumenti
lo splendore che vi aggrazia.

E qual è per voi la più bella corona?
Il bene della Chiesa e dello Stato,
vostra costante cura. Avanti, il cielo premii
voi con il loro Bene.



Die Nacht



Seid gegrüßt, ihr zufluchtsvolle Schatten,
ihr Fluren, die ihr einsam um mich ruht;
du stiller Mond, du hörst, nicht wie Verleumder lauren,
mein Herz, entzückt von deinem Perlenglanz.

Aus der Welt, wo tolle Toren spotten,
um leere Schattenbilder sich bemühn,
flieht der zu euch, der nicht das schimmernde Getümmel
der eitlen Welt, nein! nur die Tugend liebt.

Nur bei dir empfindt auch hier die Seele,
wie göttlich sie dereinst wird sein,
die Freude, deren falschem Schein so viel Altäre,
so viele Opfer hier gewidmet sind.

Weit hinauf, weit über euch, ihr Sterne,
geht sie entzückt mit heilgem Seraphsflug;
sieht über euch herab mit göttlich heilgem Blicke,
auf ihre Erd, da wo sie schlummernd ruht....

Goldner Schlaf, nur dessen Herz zufrieden
wohltätger Tugend wahre Freude kennt,
nur der fühlt dich. – Hier stellst du dürftig schwache Arme,
die seine Hülfe suchen, vor ihn hin.

Schnell fühlt er des armen Bruders Leiden;
der arme weint, er weinet auch mit ihm;
schon Trost genug! Doch spricht er, gab Gott seine Gaben
nur mir? nein, auch für andre lebe ich. –

Nicht von Stolz, noch Eitelkeit getrieben,
kleidt er den Nackten dann, und sättigt den,
dem blasse Hungersnot sein schwach Gerippe zählet;
und himmlisch wird sein fühlend Herz entzückt.

So ruht er, allein des Lasters Sklaven
quält des Gewissens bange Donnerstimm,
und Todesangst wälzt sie auf ihren weichen Lagern,
wo Wollust selber sich die Rute hält.



La notte



Salute a voi, fuggevoli ombre,
voi luoghi che quieti riposate intorno a me;
tu silenziosa luna, tu ascolti, non come le spie,
il mio cuore, deliziato dal tuo splendore di perla.

Via dal mondo dove i presuntuosi insultano,
si affaticano per vuote immagini dell’ombra,
fugge a voi chi non ama il brillìo movimentato
del mondo vano, no! ma solo la virtù.

Solo qui l’anima percepisce
come sarà divina infine,
la gioia al cui falso riflesso tanti altari
tanti sacrifici qui vengono offerti.

Molto in su, molto aldisopra di voi o stelle,
va deliziata del santo volo dei serafini;
guarda giù su di voi con santo sguardo divino
alla sua terra, dove sonnecchia se riposa…

agnello d’oro solo chi il cuore in pace
di operante virtù conosce vera gioia
solo lui ti sente. – Qui bisognoso alzi deboli braccia
in cerca di aiuto verso di lui.

Presto sente la sofferenza del fratello povero;
il povero piange, egli piange con lui;
è una consolazione! ma dice, diede Dio i suoi doni
solo a me? no, anche per altri vivo. –

Non spinto da orgoglio o vanità
veste l’ignudo allora e sazia
cui la pallida fame conta le costole;
e celeste si delizia il cuore senziente.

Così riposa, unico tormento per lo schiavo
della fatica la voce tonante della coscienza,
e sui molli giacigli si rotola paura della morte
proprio dove la voglia di vivere tiene l’asta.











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