ph: A. Kertesz, Nuvola dispersa
per chi vuole, qui:
Inhaltsverzeichnis - Indice
Hyperions Schicksalslied - Canzone sul destino di Iperione
An die Parzen - Alle Parche
An Zimmern - A Zimmern
Hymne an die Göttin der Harmonie - Inno alla dea Armonia
Die Launischen - Gli umorali
Wurzel alles Übels - Radice di tutto il male
Höhere Menschheit - Umanità superiore
Verse da Brot und Wein - versi da Pane e vino
Mnemosine
Dankgedicht an die Lehrer - Poesia di ringraziamento ai Maestri
Die Nacht - La notte
Hyperions Schicksalslied
Ihr wandelt droben im
Licht
auf weichem Boden, selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
rühren euch leicht,
wie die Finger der Künstlerin
heilige Saiten.
Schicksallos, wie der schlafende
Säugling, atmen die Himmlischen;
keusch bewahrt
in bescheidener Knospe,
blühet ewig
Ihnen der Geist,
und die seligen Augen
blicken in stiller
ewiger Klarheit.
Doch uns ist gegeben,
auf keiner Stätte zu ruhn,
es schwinden, es fallen
die leidenden Menschen
blindlings von einer
Stunde zur andern,
wie Wasser von Klippe
zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.
auf weichem Boden, selige Genien!
Glänzende Götterlüfte
rühren euch leicht,
wie die Finger der Künstlerin
heilige Saiten.
Schicksallos, wie der schlafende
Säugling, atmen die Himmlischen;
keusch bewahrt
in bescheidener Knospe,
blühet ewig
Ihnen der Geist,
und die seligen Augen
blicken in stiller
ewiger Klarheit.
Doch uns ist gegeben,
auf keiner Stätte zu ruhn,
es schwinden, es fallen
die leidenden Menschen
blindlings von einer
Stunde zur andern,
wie Wasser von Klippe
zu Klippe geworfen,
Jahr lang ins Ungewisse hinab.
Canzone sul destino di Iperione
Errate in alto nella
luce
su un che di morbido,
genii beati!
Lucide arie divine
vi sfiorano,
come dita di
un’artista
le sacre corde.
Senza destino come chi
dorme
neonato, i Celesti
respirano;
puro serbato
in delicato boccio,
fiorisce eterno
loro lo spirito,
gli occhi beati
vedono in silenti
eterne chiarità.
Ma a noi è dato
di mai riposare,
a tentoni e cadono
gli uomini sofferenti
da un’ora all’altra
alla cieca
come acqua da roccia
a roccia gettata,
anno per anno
nell’incertezza.
An die Parzen
Nur Einen Sommer
gönnt, ihr Gewaltigen!
und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
daß williger mein Herz, vom süßen
Spiele gesättiget, dann mir sterbe.
Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht
nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht;
doch ist mir einst das Heil´ge, das am
Herzen mir liegt, das Gedicht, gelungen,
willkommen dann, o Stille der Schattenwelt!
Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel
mich nicht hinab geleitet; einmal
lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.
und einen Herbst zu reifem Gesange mir,
daß williger mein Herz, vom süßen
Spiele gesättiget, dann mir sterbe.
Die Seele, der im Leben ihr göttlich Recht
nicht ward, sie ruht auch drunten im Orkus nicht;
doch ist mir einst das Heil´ge, das am
Herzen mir liegt, das Gedicht, gelungen,
willkommen dann, o Stille der Schattenwelt!
Zufrieden bin ich, wenn auch mein Saitenspiel
mich nicht hinab geleitet; einmal
lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht.
Alle Parche
Una estate concedete o
Potenti!
e un’autunno per cantare
maturo,
che più volentieri il
mio cuore, sazio
del dolce gioco mi possa
morire.
Anima senza diritti
divini
in vita, neanche
nell’Orco riposa;
ma una volta il Sacro,
che mi sta a cuore,
la Poesia, una volta mi
è riuscita,
benvenuto o silenzio
dell’ombra!
Sono contento se anche
non porti
il mio musico suono; una
volta
vissi come gli Dei, e
più non vale.
An Zimmern
Die
Linien des Lebens sind verschieden,
Wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen. Was hier wir sind, kann dort ein Gott ergänzen Mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden. |
Linee della vita sono
diverse,
come le vie e profili di
monti.
Di quel che qui siamo,
là un Dio fa il sunto
con armonie pace e
pregio eterno.
Hymne an die
Göttin der Harmonie
Urania, die glänzende Jungfrau, hält mit ihrem Zaubergürtel das Weltall in tobendem Entzücken zusammen.
W. Heinse, Ardinghello
Froh,
als könnt' ich Schöpfungen beglücken,
kühn, als huldigten die Geister mir, nahet, in dein Heiligtum zu blicken, Hocherhabne! meine Liebe dir; schon erglüht der wonnetrunkne Seher von den Ahndungen der Herrlichkeit, Ha, und deinem Götterschoße näher höhnt des Siegers Fahne Grab und Zeit.
Tausendfältig,
wie der Götter Wille,
weht Begeisterung den Sänger an, unerschöpflich ist der Schönheit Fülle, grenzenlos der Hoheit Ozean. Doch vor allem hab ich dich erkoren, bebend, als ich ferne dich ersah, bebend hab ich Liebe dir geschworen, Königin der Welt! Urania.
Was
der Geister stolzestes Verlangen
in den Tiefen und den Höhn erzielt, hab ich allzumal in dir empfangen, sint dich ahnend meine Seele fühlt. Dir entsprossen Myriaden Leben, als die Strahlen deines Angesichts, wendest du dein Angesicht, so beben und vergehn sie, und die Welt ist Nichts.
Thronend
auf des alten Chaos Wogen,
majestätisch lächelnd winktest du, und die wilden Elemente flogen liebend sich auf deine Winke zu. Froh der seligen Vermählungsstunde schlangen Wesen nun um Wesen sich, in den Himmeln, auf dem Erdenrunde sahst du, Meisterin! im Bilde dich. –
Ausgegossen
ist des Lebens Schale,
Bächlein, Sonnen treten in die Bahn, liebetrunken schmiegen junge Tale sich den liebetrunknen Hügeln an: schön und stolz wie Göttersöhne hangen Felsen an der mütterlichen Brust, von der Meere wildem Arm umfangen, bebt das Land in niegefühlter Lust.
Warm
und leise wehen nun die Lüfte,
liebend sinkt der holde Lenz ins Tal: Haine sprossen an dem Felsgeklüfte, Gras und Blumen zeugt der junge Strahl. Siehe, siehe, vom empörten Meere, von den Hügeln, von der Tale Schoß, winden sich die ungezählten Heere freudetaumelnder Geschöpfe los.
Aus
den Hainen wallt ins Lenzgefilde
himmlischschön der Göttin Sohn hervor, den zum königlichen Ebenbilde sie im Anbeginne sich erkor: sanftbegrüßt von Paradiesesdüften steht er wonniglichen Staunens da, und der Liebe großen Bund zu stiften, singt entgegen ihm Urania:
»Komm,
o Sohn! der süßen Schöpfungsstunde
Auserwählter, komm und liebe mich! Meine Küsse weihten dich zum Bunde, hauchten Geist von meinem Geist in dich. – Meine Welt ist deiner Seele Spiegel, meine Welt, o Sohn! ist Harmonie, freue dich! Zum offenbaren Siegel meiner Liebe schuf ich dich und sie.
Trümmer
ist der Wesen schöne Hülle,
knüpft sie meiner Rechte Kraft nicht an. Mir entströmt der Schönheit ewge Fülle, mir der Hoheit weiter Ozean. Danke mir der zauberischen Liebe, mir der Freude stärkenden Genuß, deine Tränen, deine schönsten Triebe schuf, o Sohn! der schöpferische Kuß.
Herrlicher
mein Bild in dir zu finden,
haucht' ich Kräfte dir und Kühnheit ein, meines Reichs Gesetze zu ergründen, Schöpfer meiner Schöpfungen zu sein. Nur im Schatten wirst du mich erspähen, aber liebe, liebe mich, o Sohn! Drüben wirst du meine Klarheit sehen, drüben kosten deiner Liebe Lohn.«
Nun, o
Geister! in der Göttin Namen,
die uns schuf im Anbeginn der Zeit, uns, die Sprößlinge von ihrem Samen, uns, die Erben ihrer Herrlichkeit, kommt zu feierlichen Huldigungen mit der Seele ganzer Götterkraft, mit der höchsten der Begeisterungen schwört vor ihr, die schuf und ewig schafft.
Frei
und mächtig, wie des Meeres Welle,
rein wie Bächlein in Elysium, sei der Dienst an ihres Tempels Schwelle, sei der Wahrheit hohes Priestertum. Nieder, nieder mit verjährtem Wahne! Stolzer Lüge Fluch und Untergang, Ruhm der Weisheit unbefleckter Fahne, den Gerechten Ruhm und Siegsgesang!
Ha,
der Lüge Quell – wie tot und trübe!
Kräftig ist der Weisheit Quell und süß! Geister! Brüder! dieser Quell ist Liebe, ihn umgrünt der Freuden Paradies. Von des Erdelebens Tand geläutert, ahndet Götterlust der zarte Sinn, von der Liebe Labetrunk erheitert, naht die Seele sich der Schöpferin.
Geister!
Brüder! unser Bund erglühe
von der Liebe göttlicher Magie. Unbegrenzte, reine Liebe ziehe freundlich uns zur hohen Harmonie. Sichtbar adle sie die treuen Söhne, schaff in ihnen Ruhe, Mut und Tat, und der heiligen Entzückung Träne, wenn Urania der Seele naht.
Siehe,
Stolz und Hader ist vernichtet,
trug ist nun und blinde Lüge stumm, streng ist Licht und Finsternis gesichtet, rein der Wahrheit stilles Heiligtum. Unsrer Wünsche Kampf ist ausgerungen, Himmelsruh' errang der heiße Streit, und die priesterlichen Huldigungen lohnet göttliche Genügsamkeit.
Stark
und selig in der Liebe Leben
staunen wir des Herzens Himmel an, schnell wie Seraphin im Fluge, schweben wir zur hohen Harmonie hinan. Das vermag die Saite nicht zu künden, was Urania den Sehern ist, wenn von hinnen Nacht und Wolke schwinden, und in ihr die Seele sich vergißt.
Kommt
den Jubelsang mit uns zu singen,
denen Liebe gab die Schöpferin! Millionen, kommt emporzuringen im Triumphe zu der Königin! Erdengötter, werft die Kronen nieder! Jubelt, Millionen fern und nah! Und ihr Orione, hallt es wider: Heilig, heilig ist Urania! |
Inno alla dea dell’armonia
Urania,
la vergine scintillante, con la sua cintura magica tiene insieme il cosmo che
impazza di piacere.
W. Heinse, Ardinghello
Contento
come se potessi far felici le creazioni,
ardito
come se adorassero gli spiriti,
si
avvicina, a guardare nella tua santità,
Alta
fra gli Alti! a te il mio amore;
arde
già il vedente ebbro di piacere
per
presumere la divinità,
he,
e più vicino al tuo divino grembo,
ghigna
la bandiera del vincitore sulla tomba e il tempo.
In mille sfaccettature come la volontà
degli dei,
soffia l’incanto per i cantori,
inesauribile la pienezza della beltà,
sconfinato l’oceano dell’altezza.
Ma più di tutto ti ho cara, tremando
quando ti vidi di lontano,
tremando ti giurai amore,
regina del mondo! Urania.
Quel
che dà una meta nelle profondità
e
nelle altezze all’orgoglioso desiderio degli spiriti
lo
sentii la prima volta in te,
la
mia anima si emoziona se si fa un’idea di te.
Da
te originarono miriadi di vite
come
i raggi del tuo volto,
se
lo rivolgi altrove tremano
e
si estinguono, e il mondo è nulla.
Dal
trono sulle onde dell’antico caos
sorridi
regale e fai il gesto di saluto,
e
volano i selvaggi elementi
con
affetto ai tuoi gesti.
Contento
dell’ora beata di accolta,
essere
a essere si attorce.
Nei
cieli sulla rotondità terrestre
ti
vedesti, Maestra! in immagine. –
Compiuto
lo stampo del vaso della vita,
entrano
nel loro corso piccoli rivi, i soli,
giovani
valli ebbre d’amore prendono forma
adatta
ai colli ebbri d’amore:
belle
e orgogliose come figlie di dei,
rocce
si appendono al seno materno,
circuìta
dal selvaggio braccio dei mari
trema
la terra nel piacere mai provato.
Calde
e deboli spirano ora le arie,
amabile
sprofonda la santa primavera nella valle:
siepi
germogliano presso l’ intrico roccioso,
erbe
e fiori testimonia il giovane raggio.
Guarda,
guarda, dal mare sottomesso,
dai
colli, dal grembo delle valli
si
snodano innumerevoli schiere
di
creature che smaniano di gioia.
Dalle
siepi passa ondulante ai campi primaverili
il
figlio della dea bello come il cielo,
cui
lei all’inizio si raccomandò
come
a regale immagine:
col
tenue saluto di profumi di paradiso
ristà
egli per piacevole meraviglia,
e
per fondare la grande alleanza dell’amore,
canta
verso di lui Urania:
"Vieni
figlio! Prescelto dell' ora dolce di creazione,
vieni
e amami! I miei baci
ti
consacrarono all’alleanza,
soffiarono
spirito del mio spirito in te.-
Il
mio mondo è specchio della tua anima,
il
mio mondo, figlio, è armonia, gioisci!
Come
evidente sigillo
del
mio amore creai te e lui.
Sono
rovine i bei gusci degli esseri
se
non si allea la forza della mia destra.
Da
me fluì l’eterna pienezza di beltà,
da
me la profondità dell’immenso oceano.
Ringrazia
me per il magico amore,
me
per il gusto che rafforza della gioia,
le
tue lacrime, i tuoi migliori impulsi
li
creò, figlio, il bacio creatore.
Per
trovare più maestosa in te la mia immagine
ti
insufflai forze e coraggio,
perché
fondassi gli ordinamenti del mio regno,
fossi
creatore delle mia creazioni.
Solo
nell’ombra mi scorgerai,
ma
amami, amami, o figlio!
In
alto vedrai la mia chiarità,
in
alto assaggerai il premio del tuo amore."
Ora
o spiriti! Nel nome della dea
che
creò noi all’inizio del tempo,
noi
gemme del suo seme,
noi
eredi della sua maestosità,
venite
alla consacrazione festiva
con
l’anima dell’intera forza divina,
con
la più grande delle ammirazioni,
giurate
davanti a lei che creò e eterna crea.
Libero
e potente come l’onda del mare,
puro
come rivo nell’Eliso,
sia
il culto alla soglia del suo tempio,
sia
l’alto sacerdozio della verità.
Abbasso
il vecchio vaneggiare!
Maledizione
dell’orgoglioso mentire e morte,
fama
alla bandiera senza macchia della sapienza,
ai
giusti fama e canto di vittoria!
He!
la sorgente di menzogna – com’è morta e torbida!
Piena
di forze la sorgente della sapienza e dolce!
Spiriti!
Fratelli! Questa sorgente è amore,
la
circonda di verde il paradiso delle gioie.
Accennato
dalla vita terrena,
la
voglia divina presénte il tenero senso,
rallegrata
dalla fresca bevanda d’amore,
l’anima
si avvicina alla creatrice.
Spiriti!
Fratelli! Arda il nostro patto
per
l’amore della magia divina.
Illimitato,
puro amore ci attiri
amichevole
all’alta armonia.
Nobiliti
visibilmente i figli fedeli,
porti
in loro pace, coraggio e azione,
e
le lacrime della santa adorazione
quando
Urania si avvicina all’anima.
Guarda,
orgoglio e odio sono annientati,
esausta
ora e muta la cieca menzogna,
rigida
la luce e avvistato il buio,
puro
il silenzioso esser santo della verità.
La
battaglia terminata dei nostri desideri,
l’incandescente
litigio giunse a celeste pace
e
le sacerdotali consacrazioni
premia
divina abbondanza.
Forti
e beati della vita nell’amore
stupiamo
per il cielo del cuore,
veloci
come serafini in volo, ci libriamo
verso
l’alta armonia lassù.
Questo
le corde musicali non riescono ad annunciarlo,
che
cosa sia Urania per i vedenti,
quando
dall’intimo la notte e le nuvole scompaiono
e
in lei l’anima si versa.
Venite
a cantare con noi il canto di giubilo
voi a cui la creatrice diede l’amore!
A
milioni venite a giostrare
in
trionfo per la regina!
Dèi
terreni gettate le corone!
Giubilate
a milioni voi lontani e vicini!
E
voi Orione fate echeggiare:
santa,
santa è Urania!
Die Launischen
Hör
ich ferne nur her, wenn ich für mich geklagt,
Saitenspiel und Gesang, schweigt mir das Herz doch gleich; Bald auch bin ich verwandelt, Blinkst du, purpurner Wein! mich an
Unter
Schatten des Walds, wo die gewaltige
Mittagssonne mir sanft über dem Laube glänzt; Ruhig sitz ich da selbst, wenn Zürnend schwerer Beleidigung
Ich im
Felde geirrt – zürnen zu gerne doch
Deine Dichter, Natur! trauern und weinen leicht, Die Beglückten; wie Kinder, Die zu zärtlich die Mutter hält,
Sind
sie mürrisch und voll herrischen Eigensinns;
Wandeln still sie des Wegs, irret Geringes doch Bald sie wieder; sie reißen Aus dem Gleise sich sträubend dir.
Doch
du rührest sie kaum, Liebende! freundlich an,
Sind sie friedlich und fromm; fröhlich gehorchen sie; Du lenkst, Meisterin! sie mit Weichem Zügel, wohin du willst.
Gli umorali
Sento di lontano quando per me
lamento,
accordi e canti, subito tace il
cuore;
sono già trasformato
se mi vedi tu, vino di porpora!
Sotto ombre di bosco dove il sole
del mezzodì splende tenue nel verde;
siedo tranquillo quando
irato da pesante offesa
vagai nei campi – troppo irosi
natura, i tuoi poeti! Lutto e pianto
facile
i felici; infantili
se la madre fu troppo delicata
ombrosi e pieni di sé prepotenti:
cambiano zitti cammino, un’inezia
li fuorvia; si strappano
opponendo resistenza.
Ma se appena li sfiori, cara!
amichevole,
pacifici e pii contenti ti seguono;
tu guidi maestra! Con
tratto lieve, dove vuoi.
|
Wurzel alles
Übels
Einig
zu sein, ist göttlich und gut; woher ist die Sucht denn
Unter den Menschen, daß nur einer und eines nur sei? |
Radice di tutto il male
Uniti andare d’accordo è
delizia divina; come mai
Fra gli umani il bisogno
dell’unico o di una cosa?
Höhere Menschheit
Den
Menschen ist der Sinn ins Innere gegeben,
Daß sie als anerkannt das Beßre wählen, Es gilt als Ziel, es ist das wahre Leben, Von dem sich geistiger des Lebens Jahre zählen. |
Umanità superiore
Agli umani è dato il
senso dell’interno,
che sappiano cos’è
migliore,
vale come meta, è la
vera vita,
di cui si contino gli
anni spirituali.
da Brot und Wein
[…]
Auch verbergen umsonst
das Herz im Busen, umsonst nur
Halten den Mut noch wir, Meister und Knaben, denn wer
Möcht es hindern und wer möcht uns die Freude verbieten?
Göttliches Feuer auch treibet, bei Tag und bei Nacht,
Aufzubrechen. So komm! daß wir das Offene schauen,
Daß ein Eigenes wir suchen, so weit es auch ist.
Fest bleibt Eins; es sei um Mittag oder es gehe
Bis in die Mitternacht, immer bestehet ein Maß,
Allen gemein, doch jeglichem auch ist eignes beschieden,
Dahin gehet und kommt jeder, wohin er es kann.
Drum! und spotten des Spotts mag gern frohlockender Wahnsinn,
Wenn er in heiliger Nacht plötzlich die Sänger ergreift.
Halten den Mut noch wir, Meister und Knaben, denn wer
Möcht es hindern und wer möcht uns die Freude verbieten?
Göttliches Feuer auch treibet, bei Tag und bei Nacht,
Aufzubrechen. So komm! daß wir das Offene schauen,
Daß ein Eigenes wir suchen, so weit es auch ist.
Fest bleibt Eins; es sei um Mittag oder es gehe
Bis in die Mitternacht, immer bestehet ein Maß,
Allen gemein, doch jeglichem auch ist eignes beschieden,
Dahin gehet und kommt jeder, wohin er es kann.
Drum! und spotten des Spotts mag gern frohlockender Wahnsinn,
Wenn er in heiliger Nacht plötzlich die Sänger ergreift.
[…]
E nascondere è vano il
cuore nel petto, è vano
tratteniamo coraggio,
maestri e fanciulli,
chi mai può opporsi e
chi mai può vietarci la gioia?
Fuoco divino ci sprona,
il giorno e la notte,
ad aprirci il varco.
Vieni! vediamo l'Aperto,
cerchiamo il proprio per
quanto sia distante.
E' certo; sia a mezzodì
sia a notte fonda
sempre sussiste una
misura comune,
ma assegnata anche come
una sua propria,
là ciascuno va e viene
fin dove lo può.
Una follia festosa,
allora! si fa beffe della beffa
quando nella notte santa
d'un subito afferra chi canta.
Mnemosyne
Letzte Fassung
Reif
sind, in Feuer getaucht, gekochet
die Frucht und auf der Erde geprüfet und ein Gesetz ist, daß alles hineingeht, Schlangen gleich, prophetisch, träumend auf den Hügeln des Himmels. Und vieles wie auf den Schultern eine Last von Scheitern ist zu behalten. Aber bös sind die Pfade. Nämlich unrecht, wie Rosse, gehn die gefangenen Element' und alten Gesetze der Erd. Und immer ins Ungebundne gehet eine Sehnsucht. Vieles aber ist zu behalten. Und Not die Treue. Vorwärts aber und rückwärts wollen wir nicht sehn. Uns wiegen lassen, wie auf schwankem Kahne der See.
Wie
aber Liebes? Sonnenschein
am Boden sehen wir und trockenen Staub und heimatlich die Schatten der Wälder und es blühet an Dächern der Rauch, bei alter Krone der Türme, friedsam; gut sind nämlich, hat gegenredend die Seele ein Himmlisches verwundet, die Tageszeichen. Denn Schnee, wie Maienblumen das Edelmütige, wo es seie, bedeutend, glänzet auf der grünen Wiese der Alpen, hälftig, da, vom Kreuze redend, das gesetzt ist unterwegs einmal Gestorbenen, auf hoher Straß ein Wandersmann geht zornig, fern ahnend mit dem andern, aber was ist dies? Am Feigenbaum ist mein Achilles mir gestorben, und Ajax liegt an den Grotten der See, an Bächen, benachbart dem Skamandros. An Schläfen Sausen einst, nach der unbewegten Salamis steter Gewohnheit, in der Fremd, ist groß Ajax gestorben, Patroklos aber in des Königes Harnisch. Und es starben noch andere viel. Am Kithäron aber lag Eleutherae, der Mnemosyne Stadt. Der auch, als ablegte den Mantel Gott, das Abendliche nachher löste die Locken. Himmlische nämlich sind unwillig, wenn einer nicht die Seele schonend sich zusammengenommen, aber er muß doch; dem gleich fehlet die Trauer. |
Mnemosine
ultima versione
Maturi, immersi nel
fuoco i frutti
provati in terra ed è
legge
tutto vi rientri, come
serpenti,
profetici sognano su
poggi paradisiaci. E
molto
come sulle spalle un
peso di separarsi
da portare. Maligni però
i sentieri. Infatti
ingiusti
come cavalli, vanno i
prigionieri
elementi e antiche
leggi della terra. E
sempre
nel non vincolato va una
nostalgia. Ma molto
va tenuto. E un bisogno
questa fedeltà.
In avanti invece e
indietro non vogliamo
vedere. Cullare
lasciarsi, come
su barca che dondola il
mare.
Come però, caro? Raggi
di sole
sul terreno e polvere
secca
e come patria le ombre
dei boschi e fiorisce
ai tetti il fumo, ad
antiche corone
di torri, in pace; buoni
infatti
se a contraddire l’anima
un Celeste la ferì, i
presagi del giorno.
Che neve, o biancospino
l’animo nobile dove
che sia, importante,
risplende
sul verde prato
delle Alpi, proprio là
come parlasse della croce, che
fu posta in cammino un tempo
ai morti, su alta via
un viandante va iroso,
lontano presume con
l’altro, ma cos’è
questo?
All’albero di fico mi è
Achille mio morto,
e Aiace giace
alle grotte sul lago,
ai torrenti imparentati
allo Scamandro.
Ai sonni correre un
tempo, dopo
la ferma abitudine
della non commossa
Salamina, straniero il grande
Aiace morì,
Patroclo invece nel
regno. E morirono
molti altri molto.
Presso il Citereo era
Eleutera, città di
Mnemosine. A lei, ove
tolse Dio il manto,
sciolse i capelli
l’elemento serale, in
seguito. I Celesti infatti
non sono propensi, se
uno a proteggersi
non trattiene l’anima,
tuttavia deve; a lui
subito viene meno il
lutto.
Dankgedicht an die Lehrer
Uns würdigte einst eurer Weisheit Wille,
der Kirche Dienst auch uns zu weihn,
wer, Brüder, säumt, daß er die Schuld des Danks erfülle,
die wir uns solcher Gnade freun?
Froh eilt der Wanderer, durch dunkle Wälder,
durch Wüsten, die von Hitze glühn,
erblickt er nur von fern des Lands beglückte Felder,
wo Ruh und Friede blühn.
So können wir die frohe Bahn durcheilen,
weil schon das hohe Ziel uns lacht
und der Bestimmung Sporn, ein Feind von trägen Weilen,
uns froh und emsig macht.
Ja, dieses Glück, das, große Mäcenaten,
ihr schenkt, soll nie ein träger Sinn
bei uns verdunkeln, nein! verehren Fleiß und Taten,
und Tugend immerhin.
Euch aber kröne Ruhm und hohe Ehre,
die dem Verdienste stets gebührt,
und jeder künftge Tag erhöhe und vermehre
den Glanz, der euch schon ziert.
Und was ist wohl für euch die schönste Krone?
Der Kirche und des Staates Wohl,
stets eurer Sorgen Ziel. Wohlan, der Himmel lohne
euch stets mit ihrem Wohl.
der Kirche Dienst auch uns zu weihn,
wer, Brüder, säumt, daß er die Schuld des Danks erfülle,
die wir uns solcher Gnade freun?
Froh eilt der Wanderer, durch dunkle Wälder,
durch Wüsten, die von Hitze glühn,
erblickt er nur von fern des Lands beglückte Felder,
wo Ruh und Friede blühn.
So können wir die frohe Bahn durcheilen,
weil schon das hohe Ziel uns lacht
und der Bestimmung Sporn, ein Feind von trägen Weilen,
uns froh und emsig macht.
Ja, dieses Glück, das, große Mäcenaten,
ihr schenkt, soll nie ein träger Sinn
bei uns verdunkeln, nein! verehren Fleiß und Taten,
und Tugend immerhin.
Euch aber kröne Ruhm und hohe Ehre,
die dem Verdienste stets gebührt,
und jeder künftge Tag erhöhe und vermehre
den Glanz, der euch schon ziert.
Und was ist wohl für euch die schönste Krone?
Der Kirche und des Staates Wohl,
stets eurer Sorgen Ziel. Wohlan, der Himmel lohne
euch stets mit ihrem Wohl.
Poesia di ringraziamento ai Maestri
Ci rese degni la vostra
volontà di saggezza,
per dedicarci anche noi
al servizio della Chiesa,
chi tralascerà,
fratelli, di adempiere al debito,
che abbiamo gioia di
tale Grazia?
Felice si affretta il
viandante nei boschi oscuri,
nei deserti che bruciano
per calore,
intraveda solo di
lontano i campi fortunati della terra
dove fioriscono la calma
e la pace.
Imbocchiamo veloci il
gioioso percorso
perché ci arride già la
meta alta
la traccia di
determinazione o un nemico che esita stanco
ci dona gioia e la
voglia di fare.
Sì questa fortuna che
voi grandi mecenati
ci versate non dovrà mai
far ombra
su una stanchezza, no!
Onora diligenza e azioni
e sempre la virtù.
Ma voi coroni fama e
onore alto
che al merito già
rendete grazie
e ogni giorno che nasce
innalzi e aumenti
lo splendore che vi
aggrazia.
E qual è per voi la più
bella corona?
Il bene della Chiesa e
dello Stato,
vostra costante cura.
Avanti, il cielo premii
voi con il loro Bene.
Die Nacht
Seid gegrüßt, ihr zufluchtsvolle Schatten,
ihr Fluren, die ihr einsam um mich ruht;
du stiller Mond, du hörst, nicht wie Verleumder lauren,
mein Herz, entzückt von deinem Perlenglanz.
Aus der Welt, wo tolle Toren spotten,
um leere Schattenbilder sich bemühn,
flieht der zu euch, der nicht das schimmernde Getümmel
der eitlen Welt, nein! nur die Tugend liebt.
Nur bei dir empfindt auch hier die Seele,
wie göttlich sie dereinst wird sein,
die Freude, deren falschem Schein so viel Altäre,
so viele Opfer hier gewidmet sind.
Weit hinauf, weit über euch, ihr Sterne,
geht sie entzückt mit heilgem Seraphsflug;
sieht über euch herab mit göttlich heilgem Blicke,
auf ihre Erd, da wo sie schlummernd ruht....
Goldner Schlaf, nur dessen Herz zufrieden
wohltätger Tugend wahre Freude kennt,
nur der fühlt dich. – Hier stellst du dürftig schwache Arme,
die seine Hülfe suchen, vor ihn hin.
Schnell fühlt er des armen Bruders Leiden;
der arme weint, er weinet auch mit ihm;
schon Trost genug! Doch spricht er, gab Gott seine Gaben
nur mir? nein, auch für andre lebe ich. –
Nicht von Stolz, noch Eitelkeit getrieben,
kleidt er den Nackten dann, und sättigt den,
dem blasse Hungersnot sein schwach Gerippe zählet;
und himmlisch wird sein fühlend Herz entzückt.
So ruht er, allein des Lasters Sklaven
quält des Gewissens bange Donnerstimm,
und Todesangst wälzt sie auf ihren weichen Lagern,
wo Wollust selber sich die Rute hält.
ihr Fluren, die ihr einsam um mich ruht;
du stiller Mond, du hörst, nicht wie Verleumder lauren,
mein Herz, entzückt von deinem Perlenglanz.
Aus der Welt, wo tolle Toren spotten,
um leere Schattenbilder sich bemühn,
flieht der zu euch, der nicht das schimmernde Getümmel
der eitlen Welt, nein! nur die Tugend liebt.
Nur bei dir empfindt auch hier die Seele,
wie göttlich sie dereinst wird sein,
die Freude, deren falschem Schein so viel Altäre,
so viele Opfer hier gewidmet sind.
Weit hinauf, weit über euch, ihr Sterne,
geht sie entzückt mit heilgem Seraphsflug;
sieht über euch herab mit göttlich heilgem Blicke,
auf ihre Erd, da wo sie schlummernd ruht....
Goldner Schlaf, nur dessen Herz zufrieden
wohltätger Tugend wahre Freude kennt,
nur der fühlt dich. – Hier stellst du dürftig schwache Arme,
die seine Hülfe suchen, vor ihn hin.
Schnell fühlt er des armen Bruders Leiden;
der arme weint, er weinet auch mit ihm;
schon Trost genug! Doch spricht er, gab Gott seine Gaben
nur mir? nein, auch für andre lebe ich. –
Nicht von Stolz, noch Eitelkeit getrieben,
kleidt er den Nackten dann, und sättigt den,
dem blasse Hungersnot sein schwach Gerippe zählet;
und himmlisch wird sein fühlend Herz entzückt.
So ruht er, allein des Lasters Sklaven
quält des Gewissens bange Donnerstimm,
und Todesangst wälzt sie auf ihren weichen Lagern,
wo Wollust selber sich die Rute hält.
La notte
Salute a voi, fuggevoli
ombre,
voi luoghi che quieti
riposate intorno a me;
tu silenziosa luna, tu
ascolti, non come le spie,
il mio cuore, deliziato
dal tuo splendore di perla.
Via dal mondo dove i
presuntuosi insultano,
si affaticano per vuote
immagini dell’ombra,
fugge a voi chi non ama
il brillìo movimentato
del mondo vano, no! ma
solo la virtù.
Solo qui l’anima
percepisce
come sarà divina infine,
la gioia al cui falso
riflesso tanti altari
tanti sacrifici qui
vengono offerti.
Molto in su, molto
aldisopra di voi o stelle,
va deliziata del santo
volo dei serafini;
guarda giù su di voi con
santo sguardo divino
alla sua terra, dove
sonnecchia se riposa…
agnello d’oro solo chi
il cuore in pace
di operante virtù
conosce vera gioia
solo lui ti sente. – Qui
bisognoso alzi deboli braccia
in cerca di aiuto verso
di lui.
Presto sente la
sofferenza del fratello povero;
il povero piange, egli
piange con lui;
è una consolazione! ma
dice, diede Dio i suoi doni
solo a me? no, anche per
altri vivo. –
Non spinto da orgoglio o
vanità
veste l’ignudo allora e
sazia
cui la pallida fame
conta le costole;
e celeste si delizia il
cuore senziente.
Così riposa, unico
tormento per lo schiavo
della fatica la voce
tonante della coscienza,
e sui molli giacigli si
rotola paura della morte
proprio dove la voglia
di vivere tiene l’asta.
*

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