Georgien 2008

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brinderemo un'altra volta








 mi regalo (per il mio 66° compleanno) un nuovo pdf che raccoglie le mie traduzioni di
GEORG TRAKL
e naturalmente lo offro anche ai nobilissimi pazientissimi LETTORI,
grazie!




Ph: Avto Varazi, Le bouquiniste








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Rondel / Rondò

ph: William Turner, Detail








Rondò


Sversato fu l’oro dei giorni,
bruni e azzurri colori della sera:
morirono i tenui flauti del pastore
azzurri e bruni colori della sera;
sversato fu l’oro dei giorni.







Rondel


Verflossen ist das Gold der Tage,
Des Abends braun und blaue Farben:
Des Hirten sanfte Flòten starben
Des Abends blau und braune Farben;
Verflossen ist das Gold der Tage.






da Traum des Bòsen / Sogno del male















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Abendlied / Canto serale











ph: TroveRete, B. Strozzi, Allegoria della Pittura









Abendlied




Am Abend wenn wir auf dunklen Pfaden gehn,
erscheinen unsere bleichen Gestalten vor uns.

Wenn uns dürstet,
Trinken wir die weißen Wasser des Teichs,
Die Süße unserer traurigen Kindheit.

Erstorbene ruhen wir unterm Hollundergebüsch,
Schaun den grauen Möven zu.

Frühlingsgewölke steigen über die finstere Stadt,
Die der Mönche edlere Zeiten schweigt.

Da ich deine schmalen Hände nahm
Schlugst du leise die runden Augen auf,
Dieses ist lange her.

Doch wenn dunkler Wohllaut die Seele heimsucht,
Erscheinst du Weiße in des Freundes herbstlicher Landschaft.






Canto serale



La sera quando andiamo su vie scure,
compaiono le nostre pallide forme.

Se abbiamo sete,
beviamo bianche acque dello stagno,
dolcezza della nostra infanzia triste.

Posiamo come morti fra il sambuco,
Guardiamo i gabbiani grigi.

Nubi primaverili sulla buia città,
tace dei monaci in tempi più nobili.

Poi che presi le tue sottili mani
lenta apristi tondi gli occhi,
questo fu tempo fa.

Se cupa melodia l’anima a tornare a casa desta,
tu biancore appari nel paesaggio autunnale dell'amico.



da Im Dorf / Al paese












*

Wo du gehst wird Herbst und Abend / Dove tu vada diviene autunno e sera


















An die Schwester


Wo du gehst wird Herbst und Abend,
Blaues Wild, das unter Bäumen tönt,
Einsamer Weiher am Abend.

Leise der Flug der Vögel tönt,
Die Schwermut über deinen Augenbogen.
Dein schmales Lächeln tönt.

Gott hat deine Lider verbogen.
Sterne suchen nachts, Karfreitagskind,
Deinen Stirnenbogen.




Alla sorella


Dove tu vada diviene autunno e sera,
selvaggina blu suona sotto gli alberi,
solitario campo la sera.

Sommesso il volo degli uccelli suona,
tristezza sull’arcata del tuo occhio.
Il tuo sorriso sottile risuona.

Dio ha piegato le tue palpebre. A notte
stelle in cerca, bimba-venerdì-santo,
l’arcata della tua fronte.









*

Der Herbst des Einsamen / L’autunno del solitario































Der dunkle Herbst kehrt ein voll Frucht und Fülle.
Vergilbter Glanz von schönen Sommertagen.
Ein reines Blau tritt aus verfallner Hülle;
Der Flug der Vögel tönt von alten Sagen.
Gekeltert ist der Wein, die milde Stille
Erfüllt von leiser Antwort dunkler Fragen.

Und hier und dort ein Kreuz auf ödem Hügel;
Im roten Wald verliert sich eine Herde.
Die Wolke wandert übern Weiherspiegel;
Es ruht des Landmanns ruhige Gebärde.
Sehr leise rührt des Abends blauer Flügel
Ein Dach von dürrem Stroh, die schwarze Erde.

Bald nisten Sterne in des Müden Brauen;
In kühle Stuben kehrt ein still Bescheiden
Und Engel treten leise aus den blauen
Augen der Liebenden, die sanfter leiden.
Es rauscht das Rohr; anfällt ein knöchern Grauen,
Wenn schwarz der Tau tropft von den kahlen Weiden.






L’autunno scuro entra pieno e di frutti.
Splendore ingiallito di giorni estivi.
Azzurro puro da marcia custodia;
volo di uccelli da antiche leggende.
Il vino in cantina, il mite silenzio
risposte in sussurro a scure domande.

Qui e là una croce su un colle deserto;
nel bosco rosso si perde una mandria.
La nube erra sullo specchio acquoreo;
queta al fattore la quieta espressione.
Lieve sfiora l'ala azzurra serale
un tetto di paglia, nera la terra.

Stelle si annidano tra cigli stanchi;
fresche stanze pervase da riserbo 
e piano escono angeli da azzurri
occhi di amanti, a lenire passioni.
Freme la canna; coglie il male all’osso,

rugiada gocciola nera dai salici.









da raccolta omonima

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Schiarito autunno / Verklärter Herbst



ph: Abbazia del boschetto










Verklärter Herbst



Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.

Da sagt der Landmann: Es ist gut.
Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.

Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht.
Das geht in Ruh und Schweigen unter.






Schiarito autunno



Con impeto termina così l’anno
con vino dorato e frutti dell’orto.
Attorno tace la foresta in favola
ed é del solitario compagnia.

Allora dice il fattore: é bene.
Voi campane della sera lente
date al finale un coraggio felice.
Uno stormo saluta dal suo viaggio.

E’ il tempo tenero dell’amore.
Nella chiatta lungo il fiume azzurro
si allinea bene quadro a quadretto -
trapassa in tranquillità e silenzio.






da Kleines Konzert / Concertino






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Ein Winterabend / Una sera d'inverno
















Wenn der Schnee ans Fenster fällt, 
Lang die Abendglocke läutet, 
Vielen ist der Tisch bereitet 
Und das Haus ist wohlbestellt. 

Mancher auf der Wanderschaft 
Kommt ans Tor auf dunklen Pfaden. 
Golden blüht der Baum der Gnaden 
Aus der Erde kühlem Saft. 

Wanderer tritt still herein; 
Schmerz versteinerte die Schwelle. 
Da erglänzt in reiner Helle 
Auf dem Tische Brot und Wein.







Nevica alla finestra,
suona a lungo la campana,
per molti la mensa è pronta
la casa bendisposta.

Chi al mondo è pellegrino
su oscure vie è alla porta.
Aureo fiorisce albero di grazie
da terra fresca linfa.

Viandante entra in silenzio; 
dolore impietrì la soglia. 
Ecco splende in chiarìa pura 
sulla mensa pane e vino.








da Der Herbst des Einsamen / L'autunno del solitario












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In ein altes Stammbuch / In un antico libro dei ricordi














Immer wieder kehrst du Melancholie,
O Sanftmut der einsamen Seele.
Zu Ende glüht ein goldener Tag.

Demutsvoll beugt sich dem Schmerz der Geduldige
Tönend von Wohllaut und weichem Wahnsinn.
Siehe! es dämmert schon.

Wieder kehrt die Nacht und klagt ein Sterbliches
Und es leidet ein anderes mit.

Schaudernd unter herbstlichen Sternen
Neigt sich jährlich tiefer das Haupt.









Tu ritorni sempre melanconia,
oh tenerezza dell’anima sola.
A fine arde un giorno d’oro.

Si piega al dolore, pio chi è paziente
risuona di armonia e molle follia.
Vedi! già imbrunisce.

Lamenta la notte altro moribondo
altri si conduole.

Con brividi sotto stelle autunnali
si abbassa ogni anno più il capo.






da Traum des Bòsen / Sogno del male









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Im Park / Nel parco













Wieder wandelnd im alten Park,
O! Stille gelb und roter Blumen.
Ihr auch trauert, ihr sanften Götter,
Und das herbstliche Gold der Ulme.
Reglos ragt am bläulichen Weiher
Das Rohr, verstummt am Abend die Drossel.
O! dann neige auch du die Stirne
Vor der Ahnen verfallenem Marmor.







Dinuovo a passeggio nel vecchio parco,
oh! La quiete di fiori gialli e rossi.
Voi pure in lutto, voi teneri déi,
E così l’oro autunnale dell’olmo.
Immobile svetta in stagno azzurro
la canna, ammutolisce a sera il tordo.
Oh! China allora tu pure la fronte
al marmo in abbandono di antenati.






da Sebastian im Traum / Sebastiano in sogno












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Verklärung / Schiarita







Verklärung




Wenn es Abend wird,
verläßt dich leise ein blaues Antlitz.
Ein kleiner Vogel singt im Tamarindenbaum.
Ein sanfter Mönch
faltet die erstorbenen Hände.
Ein weißer Engel sucht Marien heim.
Ein nächtiger Kranz
von Veilchen, Korn und purpurnen Trauben
ist das Jahr des Schauenden.
Zu deinen Füßen
òffnen sich die Gräber der Toten,
wenn du die Stirne in die silbernen Hände legst.
Stille wohnt
an deinem Mund der herbstliche Mond,
trunken von Mohnsaft dunkler Gesang;
blaue Blume,
die leise tönt in vergilbtem Gestein.






Verklärung 

Quando fa sera
ti abbandona piano un volto azzurro.
Un uccellino canta nel tamarindo.

Un monaco mite
giunge le mani morte.
Un angelo bianco cerca in casa Maria.

Una ghirlanda notturna
di viole, grano e vite purpurea
è l’anno di chi guarda.

Ai tuoi piedi
si aprono le fosse dei morti,
quando metti la fronte nelle mani d’argento.

Quieta abita
alla tua bocca la luna d’autunno,
cupo canto ebbro di oppio;

fiore azzurro
che canta piano nel pietrisco ingiallito.



da Siebengesang des Todes / Canto della morte a sette voci











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Voll Früchten / Folto di frutti
















Kindheit



Voll Früchten der Hollunder; ruhig wohnte die Kindheit
in blauer Höhle. Über vergangenen Pfad,
wo nun bräunlich das wilde Gras saust,
sinnt das stille Geäst; das Rauschen des Laubs

ein gleiches, wenn das blaue Wasser im Felsen tönt.
Sanft ist der Amsel Klage. Ein Hirt
folgt sprachlos der Sonne, die vom herbstlichen Hügel rollt.

Ein blauer Augenblick ist nur mehr Seele.
Am Waldsaum zeigt sich ein scheues Wild und friedlich
ruhn im Grund die alten Glocken und finsteren Weiler.

Frömmer kennst du den Sinn der dunklen Jahre,
Kühle und Herbst in einsamen Zimmern;
und in heiliger Bläue läuten leuchtende Schritte fort.

Leise klirrt ein offenes Fenster; zu Tränen
rührt der Anblick des verfallenen Friedhofs am Hügel,
Erinnerung an erzählte Legenden; doch manchmal erhellt sich die Seele,
wenn sie frohe Menschen denkt, dunkelgoldene Frühlingstage.







Infanzia




Folto di frutti il sambuco; quieta abitava l’infanzia
nella azzurra grotta. Al sentiero vetusto
dove ora bruna l'erba selvatica si piega,
sognano i rami fermi; il fruscio delle foglie

lo stesso di acqua azzurra tra le rocce.
Tenero è il lamento del merlo. Un pastore
segue in silenzio il sole, che rotola sul colle autunnale.

Un attimo azzurro non è più altro che anima.
Al bordo del bosco si mostra un animale schivo e pacifici
riposano a valle le vecchie campane e i casolari bui.

Con più devozione intendi il senso degli anni cupi,
frescura e autunno in stanze solitarie;
e in santa azzurrità si allontanano passi luminosi.

Piano stride una finestra aperta; a lacrime
muove la vista del cadente cimitero sul colle,
memoria di narrate leggende; pure a volte l’anima si rischiara
se pensa persone contente, giorni primaverili di oro scuro.