Georgien 2008

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Ce te legeni / Perché ti dondoli / Warum wiegst du dich












Perché ti dondoli


- “Bosco, dì, perché ti dondoli,
senza pioggia, senza vento,
coi tuoi rami già per terra?”
“Perché non dovrei dondolare,
se poi il tempo avrà vittoria!
Il giorno si accorcia, cresce la notte,
presto mi si uccidono le foglie.
Vento se le porta via -
scacciati persino i cantòri;
se il vento soffia da un lato -
arriva l’inverno, l’estate è lungi.
E perché non dovrei piegarmi,
se gli uccelli migreranno!
Sopra le mie cime vanno
le rondini in schiere,
portano i miei pensieri con sé
e la felicità di questo luogo.
Migrano in lungo fronte,
oscurano dei mondi l’orizzonte,
fugace come l’attimo
delle ali resta il battito
e mi lasciano tutto solo,
secco, impietrito nel mio Essere
e con la nostalgia, che in me,
distruggo con lei sola me.”



dalla versione tedesca di Horst Samson


*


Ce te legeni


- "Ce te legeni, codrule,
Fără ploaie, fără vânt,
Cu crengile la pământ?"
- "De ce nu m-aş legăna,
Dacă trece vremea mea!
Ziua scade, noaptea creşte
Şi frunzişul mi-l răreşte.
Bate vântul frunza-n dungă -
Cântăreţii mi-i alungă;
Bate vântul dintr-o parte -
Iarna-i ici, vara-i departe.
Şi de ce să nu mă plec,
Dacă păsările trec!
Peste vârf de rămurele
Trec în stoluri rândunele,
Ducând gândurile mele
Şi norocul meu cu ele.
Şi se duc pe rând pe rând,
Zarea lumii-ntunecând,
Şi se duc ca clipele,
Scuturând aripele,
Şi mă lasă pustiit,
Veştejit şi amorţit
Şi cu doru-mi singurel,
De mă-ngân numai cu el!"





Warum wiegst du dich


- „Wald, sag, warum wiegst du dich,
Ohne Regen, ohne Wind,
Wo deine Zweige schon am Boden sind?“
- „Warum sollte ich mich nicht wiegen,
Wo doch die Zeit mich wird besiegen!
Der Tag wird kürzer, es wächst die Nacht,
Bald bin ich um mein Laub gebracht.
Wind treibt die Blätter weg von hier -
Verscheucht sogar die Sänger mir;
Bläst der Wind von einer Seit‘ -
Ist Winter da, der Sommer weit.
Und warum sollt ich mich nicht biegen,
Wenn die Vögel vorüber fliegen!
Über meine Wipfel zieh’n 
In Scharen Schwalben grad dahin,
Führen meine Gedanken mit sich fort
Und das Glück von diesem Ort.
Ziehen vorbei in langer Front,
Verdunkeln der Welten Horizont,
Flüchtig wie ein Augenblick
Bleibt nur ihr Flügelschlag zurück
Und sie lassen mich hier ganz allein,
Vertrocknet, erstarrt in meinem Sein
Und mit der Sehnsucht, die in mir,
Zerstreue ich mich allein mit ihr.“  



Aus dem Rumänischen / dal rumeno, Horst Samson











*

Nessun silenzio inascoltato / Kein Schweigen bleibt ungehört








Das Morgenrot, vor dem ich stehe, 
Ist eine verdeckte Mauer, ein großes 
Ohrensausen. Ich öffne den Mund 
Und schon vergeht heute 
Mein morgiger Tag. Unsere Hoffnungen 
Sind kurz und im Handumdrehen 
Klein geschlagen. Meine schöne Traurige 
Das wars. Ich habe die Schuhe 
Geschnürt. Der Landsegen hängt schief 
Über meinem Gedicht. Ja, ich gehe 
Mit meinem Schreibtisch unterm Arm 
Ins mögliche Nichts. Meine Illusionen 
Lasse ich da. Dich, meine schöne Traurige, 
Wenn du willst, dich hole ich mit. 








L’alba cui sto di fronte
coperto muro, forte
ronzio di orecchio. Apro bocca
e già la mattina di oggi
è trascorsa. Le speranze
son brevi e nel voltar la mano
fatte a pezzi. La mia bella Triste
questo era. Allacciate
le scarpe. Obliqua sul testo
benedizione. Sì con lo scrittoio
sottobraccio vado
nel possibile nulla. Le illusioni
le lascio qui. Tu, mia bella Triste,
se vuoi, ti porto con me.









*