Georgien 2008

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NÄCHTENS will ich mit dem Engel reden / e versione it.

 







ph: TroveRete Shahr-i Sokhta (Iran)






NÄCHTENS will ich mit dem Engel reden,

ob er meine Augen anerkennt.

Wenn er plötzlich fragte: Schaust du Eden?

Und ich müßte sagen: Eden brennt


Meinen Mund will ich zu ihm erheben,

hart wie einer, welcher nicht begehrt.

Und der Engel spräche: Ahnst du Leben?

Und ich müßte sagen: Leben zehrt


Wenn er jene Freude in mir fände,

die in seinem Geiste ewig wird, –

und er hübe sie in seine Hände,

und ich müßte sagen: Freude irrt





La notte voglio discorrere con l’angelo,

se riconosca ai miei occhi.

Se improvviso chiedesse: Guardi Eden?

E io dovrei dire: Eden è in fiamme.


La bocca voglio alzare a lui,

dura come chi non anela.

E l’angelo parlerebbe: Hai idea di Vita?

E io dovrei dire: Vita distrugge.


Se trovasse in me quella gioia,

che nel suo spirito si eterna, -

e la alzasse nelle mani,

e io dovrei dire: Gioia erra.











*

XLIII da Sonetti dal portoghese (v.o. En / v. esimia De)




Image: Festa di S. Rosalia, Palermo




Sonette aus dem Portugiesischen

Elizabeth Barret-Browning, 1850                                           Rainer Maria Rilke, 1908







XLIII

How do I love thee? Let me count the ways.
I love thee to the depth and breadth and height
My soul can reach, when feeling out of sight
For the ends of Being and ideal Grace.

I love thee to the level of everyday's
Most quiet need, by sun and candle-light.
I love thee freely, as men strive for Right;
I love thee purely, as they turn from Praise.

I love thee with a passion put to use
In my old griefs, and with my childhood's faith.
I love thee with a love I seemed to lose

With my lost saints, --- I love thee with the breath,
Smiles, tears, of all my life! --- and, if God choose,
I shall but love thee better after death.


























XLIII

Wie ich dich liebe? Laß mich zählen wie.
Ich liebe dich so tief, so hoch, so weit,
als meine Seele blindlings reicht, wenn sie
ihr Dasein abfühlt und die Ewigkeit.

Ich liebe dich bis zu dem stillsten Stand,
den jeder Tag erreicht im Lampenschein
oder in Sonne. Frei, im Recht, und rein
wie jene, die vom Ruhm sich abgewandt.

Mit aller Leidenschaft der Leidenszeit
und mit der Kindheit Kraft, die fort war, seit
ich meine Heiligen nicht mehr geliebt.

Mit allem Lächeln, aller Tränennot
und allem Atem. Und wenn Gott es giebt,
will ich dich besser lieben nach dem Tod.















http://www.rilke.de/














*

Sonetti a Orfeo, Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil, XVI











Immer wieder von uns aufgerissen,
ist der Gott die Stelle, welche heilt.
Wir sind Scharfe, denn wir wollen wissen,
aber er ist heiter und verteilt.

Selbst die reine, die geweihte Spende
nimmt er anders nicht in seine Welt,
als indem er sich dem freien Ende
unbewegt entgegenstellt.

Nur der Tote trinkt
aus der hier von uns gehörten Quelle,
wenn der Gott ihm schweigend winkt, dem Toten.

Uns wird nur das Lärmen angeboten.
Und das Lamm erbittet seine Schelle
aus dem stilleren Instinkt.



Continuiamo a strappare da capo,
è il dio, il punto che risana.
Acuti noi per il voler sapere,
e lui sereno e suddiviso.

L’offerta stessa pura e benedetta
non altrimenti nel suo mondo accoglie,
se non all’estremità libera
con il suo immoto contrapporsi.

Solo colui che è morto beve
alla fonte qui da noi ascoltata,
quando il dio in silenzio gli fa un cenno.

A noi solo il rumore è offerto.
A noi l’agnello prega una campana
dal suo più silenzioso istinto.









*

Das Rosen-Innere / L’interno delle rose




ph: S.G.Battista dell'Olivella, A. Carlone













Dov’è per questo interno
un esterno? a quale dolore
si pone tale velo?
Quali cieli si rispecchiano interni
al mare interno
di queste rose aperte,
lasciate le preoccupazioni, vedi:
rilasciate nel rilasciare
stanno, come se mai
mano tremante potesse scrollarle.
Appena sanno tenersi su;
molte si lasciarono
traboccare e fluiscono
dal loro interno
nei giorni, che sempre
più pieni si chiudono,
finché l’estate intera sia una stanza,
una stanza in un sogno.







Wo ist zu diesem Innen
ein Außen? Auf welches Weh
legt man solches Linnen?
Welche Himmel spiegeln sich drinnen
in dem Binnensee
dieser offenen Rosen,
dieser sorglosen, sieh:
wie sie lose im Losen
liegen, als könnte nie
eine zitternde Hand sie verschütten.
Sie können sich selber kaum
halten; viele ließen
sich überfüllen und fließen
über von Innenraum
in die Tage, die immer
voller und voller sich schließen,
bis der ganze Sommer ein Zimmer
wird, ein Zimmer in einem Traum.


Neue Gedichte, Anderer Teil













*

Siamo proprio all’inizio, vedi.


Notizen zur Melodie der Dinge
.
Appunti sulla melodia delle cose
Siamo proprio all’inizio, vedi. Come davanti a Tutto. Con mille e un sogno dietro di noi e senza azione.
Non posso immaginarmi un sapere più beato di questo: che bisogna diventare uno che inizia. Uno che scrive la prima parola dopo un trattino di sospensione  lungo secoli.
.

.
(n.d.t. : Gedankenstrich, trattino di sospensione, letteralmente: trattino di pensieri)
*






































.
Non ti vidi davvero mai? Mi è così pesante il cuore, di te, come di un inizio troppo arduo, che si rinvia. Che iniziassi a dire te, morto che sei; tu volentieri, tu passionalmente morto. Fu così sollevante, come credevi, o il non vivere più era tuttavia ancora distante dall’essere morto?
Tu vaneggiavi di poter meglio possedere là dove nessuno dà valore al possesso. Ti pareva che lassù saresti stato all’interno del paesaggio, che come un quadro qui sempre ti stava di fronte, e che saresti venuto dall’interno nell’amata e avresti attraversato tutto, forte e pulsante.(…)


Requiem per W. di K. 
Versione dal tedesco di C. Adezati













*

Duineser Elegien / Elegie duinesi (completo)






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R. M. RILKE,
Duineser Elegien, Versione originale tedesca come da Insel Verlag.
Elegie duinesi, Versione di Chiara Adezati condotta dalla stessa.


ORA C’E’.
E’ la prima volta, qui in Italia, che in libro o in Rete compare tale e quale. 
C’è molto lavoro, per passione e gratuito, dietro; bozza corretta con tanta pazienza da persone che cercano il meglio di sè. Vale la pena dirlo.
Invito chi legge a condividere sui social o a voce o dove vuole, e ringrazio chi c’è e chi non c’è.

Namastè ai naviganti e grazie ai gratuiti, doni e gesti.
(TroveRete in cima a questo post il link.)






*

DIE ACHTE ELEGIE / L'OTTAVA ELEGIA











Rudolf Kassner zugeeignet





MIT allen Augen sieht die Kreatur 
das Offene. Nur unsre Augen sind 
wie umgekehrt und ganz um sie gestellt 
als Fallen, rings um ihren freien Ausgang. 
Was draußen ist, wir wissens aus des Tiers 
Antlitz allein; denn schon das frühe Kind 
wenden wir um und zwingens, daß es rückwärts 
Gestaltung sehe, nicht das Offne, das 
im Tiergesicht so tief ist. Frei von Tod. 
Ihn sehen wir allein; das freie Tier 
hat seinen Untergang stets hinter sich 
und vor sich Gott, und wenn es geht, so gehts 
in Ewigkeit, so wie die Brunnen gehen. 
   Wir haben nie, nicht einen einzigen Tag, 
den reinen Raum vor uns, in den die Blumen 
unendlich aufgehn. Immer ist es Welt 
und niemals Nirgends ohne Nicht: das Reine, 
Unüberwachte, das man atmet und 
unendlich weiß und nicht begehrt. Als Kind 
verliert sich eins im Stilln an dies und wird 
gerüttelt. Oder jener stirbt und ists. 
Denn nah am Tod sieht man den Tod nicht mehr 
und starrt hinaus, vielleicht mit großem Tierblick. 
Liebende, wäre nicht der andre, der 
die Sicht verstellt, sind nah daran und staunen... 
Wie aus Versehn ist ihnen aufgetan 
hinter dem andern... Aber über ihn 
kommt keiner fort, und wieder wird ihm Welt. 
Der Schöpfung immer zugewendet, sehn 
wir nur auf ihr die Spiegelung des Frein, 
von uns verdunkelt. Oder daß ein Tier, 
ein stummes, aufschaut, ruhig durch uns durch. 
Dieses heißt Schicksal: gegenüber sein 
und nichts als das und immer gegenüber. 

Wäre Bewußtheit unsrer Art in dem 
sicheren Tier, das uns entgegenzieht 
in anderer Richtung -, riß es uns herum 
mit seinem Wandel. Doch sein Sein ist ihm 
unendlich, ungefaßt und ohne Blick 
auf seinen Zustand, rein, so wie sein Ausblick. 
Und wo wir Zukunft sehn, dort sieht es Alles 
und sich in Allem und geheilt für immer. 

Und doch ist in dem wachsam warmen Tier 
Gewicht und Sorge einer großen Schwermut. 
Denn ihm auch haftet immer an, was uns 
oft überwältigt, - die Erinnerung, 
als sei schon einmal das, wonach man drängt, 
näher gewesen, treuer und sein Anschluß 
unendlich zärtlich. Hier ist alles Abstand, 
und dort wars Atem. Nach der ersten Heimat 
ist ihm die zweite zwitterig und windig. 
O Seligkeit der kleinen Kreatur, 
die immer bleibt im Schooße, der sie austrug; 
o Glück der Mücke, die noch innen hüpft, 
selbst wenn sie Hochzeit hat: denn Schooß ist Alles. 
Und sieh die halbe Sicherheit des Vogels, 
der beinah beides weiß aus seinem Ursprung, 
als wär er eine Seele der Etrusker, 
aus einem Toten, den ein Raum empfing, 
doch mit der ruhenden Figur als Deckel. 
Und wie bestürzt ist eins, das fliegen muß 
und stammt aus einem Schooß. Wie vor sich selbst 
erschreckt, durchzuckts die Luft, wie wenn ein Sprung 
durch eine Tasse geht. So reißt die Spur 
der Fledermaus durchs Porzellan des Abends. 

Und wir: Zuschauer, immer, überall, 
dem allen zugewandt und nie hinaus! 
Uns überfüllts. Wir ordnens. Es zerfällt. 
Wir ordnens wieder und zerfallen selbst. 
Wer hat uns also umgedreht, daß wir, 
was wir auch tun, in jener Haltung sind 
von einem, welcher fortgeht? Wie er auf 
dem letzten Hügel, der ihm ganz sein Tal 
noch einmal zeigt, sich wendet, anhält, weilt -, 
so leben wir und nehmen immer Abschied.












L’OTTAVA ELEGIA

                           Dedicata a Rudolf Kassner





Con tanto d’occhi, la creatura vede
l’aperto. Solo i nostri occhi sono
come al contrario e posti tutto intorno 
come trappole, intorno all’uscita libera.
Cosa c’è fuori, lo sappiamo solo dall’aspetto 
dell’animale; poiché già da piccolo il bimbo
lo voltiamo e costringiamo a vedere all’indietro
la figura, non l’aperto, che
nel volto dell’animale è tanto profondo. Libero dalla morte.
Lei solo noi la vediamo; l’animale, libero
ha già dietro di sé il suo tramonto
e davanti a sé Dio, e se possibile, ora
in eterno, come scorrono le fontane.
   Noi non abbiamo mai, non un unico giorno,
il puro spazio davanti, in cui i fiori
sbocciano all’infinito. Sempre c’è mondo
e mai nessunluogo senza niente: ciò che è puro,
incustodito, che si respira e
all’infinito si sa e non si brama. Bimbo
uno si perde nella quiete e viene
commosso. Oppure un altro muore ed è quello.
Perché vicino alla morte la morte non si vede piú 
e si guarda fisso verso il fuori, forse con grande sguardo animale.
Gli amanti, non fosse l’altro, che
devia la vista, sono vicini a farlo e si stupiscono…
Come per sbaglio viene loro aperto 
dietro all’altro….Ma sopra a lui
nessuno riesce a procedere, e di nuovo gli diventa mondo. 
Sempre volti alla creazione, vediamo
solo su di lei lo specchiarsi dell’aperto,
scurito da noi. Oppure, che un’animale,
uno muto, alzi su di noi uno sguardo calmo.
Questo si chiama destino: esser di fronte
e nient’altro che questo e sempre di fronte.

Se fosse consapevole della nostra maniera 
l’animale sicuro, che ci trae
in altra direzione –, ci trascinerebbe in giro
nel suo vagare. Il suo essere invece gli è
infinito, non racchiuso, e, senza lo sguardo
al suo stato, puro come la sua prospettiva.
E dove noi vediamo futuro, là vede il tutto,
e sè stesso nel tutto, e guarito per sempre.

Eppure nell’animale attento e caldo sono
peso e cura di una grande tristezza.
Perché anche a lui grava pur sempre, ciò che noi
spesso soverchia, – il ricordo, 
come se già una volta quello verso cui si anela,
fosse stato piú vicino, piú fedele, e il suo contatto
di infinita tenerezza. Qui tutto è distanza,
e là era respiro. Dopo la prima patria
la seconda per lui è ambigua e piena di vento.
   Oh beatitudine della creatura da piccola,
che sempre resta nel grembo, che la portò;
oh felice la zanzara, che ancora dentro saltella,
perfino quando sposa: perché il grembo è tutto.
E vedi la mezza sicurezza dell’uccello
che quasi sa tutte e due i modi, la propria origine,
come fosse un’anima degli Etruschi,
da un morto, che uno spazio accolse,
tuttavia con la figura in riposo per coperchio.
E come scioccato è chi deve volare
e proviene da un grembo. Come spaventato
di se stesso, ritaglia l’aria, come quando s’incrina
una tazza. Cosí sfreccia la scia
del pipistrello nella porcellana la sera.

E noi: spettatori, sempre, ovunque,
a tutto questo rivolti e mai verso il fuori!
Ci colma. Lo ordiniamo. Crolla.
Lo ordiniamo di nuovo e crolliamo noi.
Chi ci ha capovolto allora, cosí che
qualsiasi cosa facciamo, siamo nella posizione
di uno che va via? Come chi
sull’ultimo colle che ancora una volta gli mostra
tutta la sua valle, si volge, si ferma, indugia –,
cosí viviamo, e prendiamo sempre congedo.













DIE SIEBENTE ELEGIE / LA SETTIMA ELEGIA (Duineser Elegien, Insel Verlag)






ph: salsel, cielluna




DIE SIEBENTE ELEGIE






WERBUNG nicht mehr, nicht Werbung, entwachsene Stimme,
sei deines Schreies Natur; zwar schrieest du rein wie der Vogel,
wenn ihn die Jahreszeit aufhebt, die steigende, beinah vergessend,
daß er ein kümmerndes Tier und nicht nur ein einzelnes Herz sei,
das sie ins Heitere wirft, in die innigen Himmel. Wie er, so
würbest du wohl, nicht minder –, daß, noch unsichtbar,
dich die Freundin erführ, die stille, in der eine Antwort
langsam erwacht und über dem Hören sich anwärmt, –
deinem erkühnten Gefühl die erglühte Gefühlin.

O und der Frühling begriffe –, da ist keine Stelle,
die nicht trüge den Ton der Verkündigung. Erst jenen kleinen
fragenden Auflaut, den, mit steigernder Stille,
weithin umschweigt ein reiner bejahender Tag.
Dann die Stufen hinan, Ruf-Stufen hinan, zum geträumten
Tempel der Zukunft –; dann den Triller, Fontäne,
die zu dem drängenden Strahl schon das Fallen zuvornimmt
im versprechlichen Spiel.... Und vor sich, den Sommer.

    Nicht nur die Morgen alle des Sommers –, nicht nur
wie sie sich wandeln in Tag und strahlen vor Anfang.
Nicht nur die Tage, die zart sind um Blumen, und oben,
um die gestalteten Bäume, stark und gewaltig.
Nicht nur die Andacht dieser entfalteten Kräfte,
nicht nur die Wege, nicht nur die Wiesen im Abend,
nicht nur, nach spätem Gewitter, das atmende Klarsein,
nicht nur der nahende Schlaf und ein Ahnen, abends...
sondern die Nächte! Sondern die hohen, des Sommers,
Nächte, sondern die Sterne, die Sterne der Erde.
O einst tot sein und sie wissen unendlich,
alle die Sterne: denn wie, wie, wie sie vergessen!

Siehe, da rief ich die Liebende. Aber nicht sie nur
käme... Es kämen aus schwächlichen Gräbern
Mädchen und ständen... Denn, wie beschränk ich,
wie, den gerufenen Ruf? Die Versunkenen suchen
immer noch Erde. – Ihr Kinder, ein hiesig
einmal ergriffenes Ding gälte für viele.
Glaubt nicht, Schicksal sei mehr, als das Dichte der Kindheit;
wie überholtet ihr oft den Geliebten, atmend,
atmend nach seligem Lauf, auf nichts zu, ins Freie.

Hiersein ist herrlich. Ihr wußtet es, Mädchen, ihr auch,
die ihr scheinbar entbehrtet, versankt –, ihr, in den ärgsten
Gassen der Städte, Schwärende, oder dem Abfall
Offene. Denn eine Stunde war jeder, vielleicht nicht
ganz eine Stunde, ein mit den Maßen der Zeit kaum
Meßliches zwischen zwei Weilen –, da sie ein Dasein
hatte. Alles. Die Adern voll Dasein.
Nur, wir vergessen so leicht, was der lachende Nachbar
uns nicht bestätigt oder beneidet. Sichtbar
wollen wirs heben, wo doch das sichtbarste Glück uns
erst zu erkennen sich giebt, wenn wir es innen verwandeln.

Nirgends, Geliebte, wird Welt sein, als innen. Unser
Leben geht hin mit Verwandlung. Und immer geringer
schwindet das Außen. Wo einmal ein dauerndes Haus war,
schlägt sich erdachtes Gebild vor, quer, zu Erdenklichem
völlig gehörig, als ständ es noch ganz im Gehirne.
Weite Speicher der Kraft schafft sich der Zeitgeist, gestaltlos
wie der spannende Drang, den er aus allem gewinnt.
Tempel kennt er nicht mehr. Diese, des Herzens, Verschwendung
sparen wir heimlicher ein. Ja, wo noch eins übersteht,
ein einst gebetetes Ding, ein gedientes, geknietes –,
hält es sich, so wie es ist, schon ins Unsichtbare hin.
Viele gewahrens nicht mehr, doch ohne den Vorteil,
daß sie’s nun innerlich baun, mit Pfeilern und Statuen, größer!

    Jede dumpfe Umkehr der Welt hat solche Enterbte,
denen das Frühere nicht und noch nicht das Nächste gehört.
Denn auch das Nächste ist weit für die Menschen. Uns soll
dies nicht verwirren; es stärke in uns die Bewahrung
der noch erkannten Gestalt. – Dies stand einmal unter Menschen,
mitten im Schicksal stands, im vernichtenden, mitten
im Nichtwissen-Wohin stand es, wie seiend, und bog
Sterne zu sich aus gesicherten Himmeln. Engel,
dir noch zeig ich es, da! in deinem Anschaun
steh es gerettet zuletzt, nun endlich aufrecht.
Säulen, Pylone, der Sphinx, das strebende Stemmen,
grau aus vergehender Stadt oder aus fremder, des Dorns.

War es nicht Wunder? O staune, Engel, denn wir sinds,
wir, o du Großer, erzähls, daß wir solches vermochten, mein Atem
reicht für die Rühmung nicht aus. So haben wir dem noch
nicht die Räume versäumt, diese gewährenden, diese
unseren Räume. (Was müssen sie fürchterlich groß sein,
da sie Jahrtausende nicht unseres Fühlns überfülln.)
Aber ein Turm war groß, nicht wahr? O Engel, er war es, –
groß, auch noch neben dir? Chartres war groß –, und Musik
reichte noch weiter hinan und überstieg uns. Doch selbst nur
eine Liebende –, oh, allein am nächtlichen Fenster....
reichte sie dir nicht ans Knie –?
                            Glaub nicht, daß ich werbe.
Engel, und würb ich dich auch! Du kommst nicht. Denn mein
Anruf ist immer voll Hinweg; wider so starke
Strömung kannst du nicht schreiten. Wie ein gestreckter
Arm ist mein Rufen. Und seine zum Greifen
oben offene Hand bleibt vor dir
offen, wie Abwehr und Warnung,
Unfaßlicher, weitauf.




LA SETTIMA ELEGIA




Lusinghe non piú, non lusinghe, concresciuta voce
sia la natura del tuo grido; invero gridassi tu puro come l’uccello,
quando la stagione lo leva in alto, la ascendente, quasi dimentica
che è un animale in preoccupata  crescita e non un cuore solitario,
quando essa getta nel sereno, nei cieli intimi. Come lui, cosí tu
certo ambiresti, non meno –, che, ancora invisibile,
l’amica ti esperisse, la quieta, in cui una risposta
lenta si desta e oltre l’udito si riscalda, –
al tuo sentimento ardito l’ardente sentimento suo.

Oh e la primavera comprendesse –, non v’è luogo,
che non porti il tono dell’annuncio. Prima quel piccolo
suono di domanda, che con quiete in crescendo, 
un giorno di puro asseverare, in gran parte placa.
Poi i gradini verso l’alto, gradini-grido verso l’alto, al sognato
tempio del futuro –; poi il trillo, fontana,
che all’incalzante getto predilige già la cascata
nel gioco di promesse…E, davanti, l’estate.

    Non solo le mattine tutte dell’estate –, non solo
come si mutano in giorno e splendono principio. 
Non solo i giorni, che ai fiori sono teneri, e piú su,
agli alberi in forma, forti e potenti.
Non solo il pensiero di queste forze dispiegate,
non solo i sentieri, non solo i prati nella sera,
non solo, dopo il tardo temporale, lo schiarire che respira,
non solo il sonno che giunge e un’intuire, all’imbrunire…
bensí le notti! Bensí le alte notti, dell’estate,
bensí le stelle, le stelle della terra.
Oh essere morti alla fine, e conoscerle all’infinito,
tutte quelle stelle: perché come, come, come dimenticarle!

Vedi, qui invocai l’amante. Ma non solo che lei
venisse…che venissero da gracili tombe 
le fanciulle e restassero…perché, come confino,
come, il richiamo gridato? Chi è sprofondato cerca
sempre ancora terra. – Bambini, una cosa di qui,
una volta afferrata, varrebbe per molte.
Non crediate il destino sia piú che la densità dell’infanzia;
come spesso superaste l’amato, respirando,
respirando in cerca di corsa beata, verso nulla, nel libero spazio.

Essere qui è magnifico. Lo sapevate, voi fanciulle, anche voi,
che in apparenza rinunciavate, sprofondaste – , voi, nei piú biechi
vicoli delle città, in decomposizione, o aperti 
ai rifiuti. Poiché un’ora era per ognuna, forse nemmeno
un’ora intera, un ché tra due lassi a stento
misurabile con le unità di tempo – , poiché aveva
un’esistenza. Tutto. Le vene colme di esistenza.
Solo, noi dimentichiamo facilmente, quanto il vicino che ride
non ci concede o ci invidia. Visibilmente
vogliamo sollevarlo, quando la piú visibile felicità a noi
si dona per farsi conoscere, e noi nell’intimo la mutiamo.

Nessun luogo, amata, sarà mondo, se non nell’intimo. La nostra
vita passa in mutamento. E sempre piú piccolo,
svane l’esterno. Dove un tempo una casa duratura,
si propone, intralcio, struttura immaginaria, che al pensiero
appartiene in pieno, come se stesse ancora del tutto nel cervello.
Ampie riserve di forza si procura lo spirito del tempo, informi
come il teso impulso, che esso da ogni cosa evince.
Templi non ne conosce piú. Questo, del cuore, dispendio,
lo risparmiamo piú in segreto. Sí, dove ancora sopravvive una cosa,
una un tempo pregata, servita, in ginocchio –,
si conserva, cosí come è, già quasi nell’invisibile.
Molti non se ne avvedono piú, senza però il vantaggio
che ora la costruiscano all’interno, con pilastri e statue, piú grande!

Ogni torbido mutamento del mondo ha simili diseredati,
cui non appartiene il precedente, né ancora il successivo.
Perché anche il successivo è lontano per gli umani. Questo non ci deve
confondere; rafforzi anzi in noi la custodia
della forma ancora riconosciuta. – Questo stava una volta tra umani,
al centro del destino stava, nell’annientante, al centro
del non sapere-verso dove, quasi esistente, e piegava
stelle verso di sé da cieli resi sicuri. Angelo,
a te lo addito ancora, là! nel tuo guardare bene
viene salvato infine, ora finalmente in piedi.
Colonne, piloni, la sfinge, il puntale che anela
grigio da città in declino o straniera, della spina.

Non fu prodigio? Oh stupisciti, angelo, perché noi siamo questo,
noi, oh tu grande, raccontalo, che tali cose agogniamo, il mio respiro
non basta per l’elogio. Cosí tuttavia non abbiamo 
trascurato gli spazi, questi che conservano, questi
nostri spazi. (Devono essere terribilmente vasti,
giacché migliaia di anni non li colmano del nostro sentire).
Ma una torre era alta, non è vero? Oh angelo, lo era, –
alta, pur a fianco a te? Chartres era alta –, e la musica
si propagava piú in là verso l’alto e ci sovrastava. Eppure anche solo
un’amante –, oh, sola alla finestra notturna…
non ti arrivava al ginocchio –?
                         Non credere, che io lusinghi.
Angelo, e se pure ti lusingassi! Tu non vieni. Poiché il mio
richiamo è sempre dalla parte sbagliata; contro cosí forte
corrente non puoi incedere. Come un braccio
teso è il mio chiamare. E la sua mano aperta
in cima per afferrare, resta davanti a te
aperta, come rifiuto e monito,
l’incomprensibile, spalancato. 







*

DIE SECHSTE / LA SESTA (Elegie duinesi, Insel Verlag)



ph: salsel, Motti e mottetti





DIE SECHSTE





FEIGENBAUM, seit wie lange schon ist's mir bedeutend,
wie du die Blüte beinah ganz überschlägst
und hinein in die zeitig entschlossene Frucht,
ungerühmt, drängst dein reines Geheimnis.
Wie der Fontäne Rohr treibt dein gebognes Gezweig
abwärts den Saft und hinan: und er springt aus dem Schlaf,
fast nicht erwachend, ins Glück seiner süßesten Leistung.
Sieh: wie der Gott in den Schwan.
                             ...... Wir aber verweilen,
ach, uns rühmt es zu blühn, und ins verspätete Innre
unserer endlichen Frucht gehn wir verraten hinein.
Wenigen steigt so stark der Andrang des Handelns,
daß sie schon anstehn und glühn in der Fülle des Herzens,
wenn die Verführung zum Blühn wie gelinderte Nachtluft
ihnen die Jugend des Munds, ihnen die Lider berührt:
Helden vielleicht und den frühe Hinüberbestimmten,
denen der gärtnernde Tod anders die Adern verbiegt.
Diese stürzen dahin: dem eigenen Lächeln
sind sie voran, wie das Rossegespann in den milden
muldigen Bildern von Karnak dem siegenden König.

Wunderlich nah ist der Held doch den jugendlich Toten. Dauern
ficht ihn nicht an. Sein Aufgang ist Dasein; beständig
nimmt er sich fort und tritt ins veränderte Sternbild
seiner steten Gefahr. Dort fänden ihn wenige. Aber,
das uns finster verschweigt, das plötzlich begeisterte Schicksal
singt ihn hinein in den Sturm seiner aufrauschenden Welt.
Hör ich doch keinen wie ihn. Auf einmal durchgeht mich
mit der strömenden Luft sein verdunkelter Ton.

Dann, wie verbärg ich mich gern vor der Sehnsucht: O wär ich,
wär ich ein Knabe und dürft es noch werden und säße
in die künftigen Arme gestützt und läse von Simson,
wie seine Mutter erst nichts und dann alles gebar.

War er nicht Held schon in dir, o Mutter, begann nicht
dort schon, in dir, seine herrische Auswahl?
Tausende brauten im Schooß und wollten er sein,
aber sieh: er ergriff und ließ aus –, wählte und konnte.
Und wenn er Säulen zerstieß, so wars, da er ausbrach
aus der Welt deines Leibs in die engere Welt, wo er weiter
wählte und konnte. O Mütter der Helden, o Ursprung
reißender Ströme! Ihr Schluchten, in die sich
hoch von dem Herzrand, klagend,
schon die Mädchen gestürzt, künftig die Opfer dem Sohn.

    Denn hinstürmte der Held durch Aufenthalte der Liebe,
jeder hob ihn hinaus, jeder ihn meinende Herzschlag,
abgewendet schon, stand er am Ende der Lächeln, – anders.





Albero di fico, da quanto è di valore per me
come tu tralasci i fiori quasi del tutto
e dentro nel frutto stabilito per tempo,
senzalode, spingi il tuo segreto puro.
Come cannello di fonte pulsano i tuoi curvi rami
il succo in basso e in alto: ed esso salta su dal sonno,
quasi non si desta, la felicità della sua meta più dolce.
Vedi: come il Dio nel cigno.                  
                                 ...... Ma noi ci soffermiamo,
ah ci vantiamo di fiorire, e nel ritardato intimo
del nostro finale frutto entriamo traditi.
A pochi sale così forte la spinta dell’azione,
che essi già siano pronti e fervano nella pienezza del cuore,
quando la seduzione a fiorire, come aria mite della notte
la giovinezza della loro bocca, le palpebre, sfiora:
eroi forse e presto all’oltre destinati,
ai quali la morte che coltiva piega diverse le vene.
Questi precipitano: il proprio sorriso
precedono, come destrieri da tiro nei tenui
tiepidi quadri di Karnak il vittorioso re.

Meravigliosamente vicino l’eroe a chi morto giovane. Il perdurare
non cale. Il suo sorgere è presenza; costante
si porta via ed entra nel quadro stellare mutato
del suo assiduo pericolo. Lì pochi lo troverebbero. Ma,
chi di noi cupo tace, il destino d’improvviso esaltato
lo canta lo trae nella tempesta del suo mondo scrosciante.
Non odo nessuno però come lui. A un tratto mi penetra
con le correnti d’aria il suo tono più scuro.

Poi, come mi nasconderei volentieri alla nostalgia: Oh fossi, 
fossi io fanciullo e ancora mi fosse dato diventarlo e sedessi
poggiato a braccia future e leggessi di Simson,
come sua madre prima nulla e poi tutto generò.

Non era eroe già in te, o madre, non iniziò
già là, in te, la sua potente scelta? 
Migliaia covati nel grembo e volevano essere lui,
ma vedi: egli afferrò e lasciò -, scelse e poté.
E quando calpestò colonne, così fu, ché eruppe
dal mondo del tuo corpo nel mondo più stretto, dove ancora
scelse e poté. Oh madri degli eroi, oh origini
di correnti che trascinano! Voi golfi, in cui
in alto dal bordo del cuore, nel lamento,
già si gettarono fanciulle, future vittime al figlio.

         Che se precipitasse l’eroe per permanenze d’amore,
ognuno lo trarrebbe fuori, ogni battito del cuore rivolto a lui,
già volto altrove, stava sulla fine dei sorrisi, – diverso. 










@chad

versione condotta dall'edizione originale Insel Verlag

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