Vielleicht Esther.
Geschichten (2014)
Darin wird der Hergang des Völkermordes an der jüdischen
Bevölkerung von Kiew
durch Nationalsozialisten
anhand der Geschichte von Esther erzählt, die der Großmutter des Vaters der
Autorin ähnelt. Sie wurde 1941 in Kiew verschleppt und bei dem Massaker von
Babyn Jar ermordet.Vielleicht hat sie Esther geheißen.
Thematisiert wird, wer für die Wahrheit unserer Geschichte zeugt und
wie man erzählt, was man nicht weiß – noch dazu in der Sprache der „Stummen“, was in russischer Sprache
die wörtliche Übersetzung für die Bezeichnung „Deutsch“ ist (auf russisch немец).
In der Geschichte „Vielleicht
Esther“ wird gefragt: „Woher kenne ich diese Geschichte in ihren Einzelheiten?
Wo habe ich ihr gelauscht? Wer flüstert uns Geschichten ein, für die es keine
Zeugen gibt, und wozu?“
*
[...] come si racconta quel che non si sa - inoltre nella lingua dei "muti",
che è in russo la traduzione letterale di "tedesco".
n.b. autrice di Kiev che scrive in tedesco e abita a Berlino.
"da dove conosco nei particolari questa storia? dove l'ho
ascoltata? chi ci sussurra storie delle quali non ci sono testimoni, e a che
scopo?"
*