Die Linien des Lebens sind
verschieden,
wie Wege sind, und wie der Berge Grenzen. Was hier wir sind, kann dort ein Gott ergänzen mit Harmonien und ewigem Lohn und Frieden. |
Linee della vita sono diverse,
come le vie, e profili di monti.
Di quel che qui siamo, là un Dio fa il sunto
con armonie e pace e pregio eterno.
*
Die
Launischen
Hör ich ferne nur her, wenn ich für
mich geklagt,
Saitenspiel und Gesang, schweigt mir das Herz doch gleich; bald auch bin ich verwandelt, blinkst du, purpurner Wein! mich an
Unter Schatten des Walds, wo die
gewaltige
Mittagssonne mir sanft über dem Laube glänzt; ruhig sitz ich da selbst, wenn zürnend schwerer Beleidigung
ich im Felde geirrt – zürnen zu gerne
doch
deine Dichter, Natur! trauern und weinen leicht, die Beglückten; wie Kinder, die zu zärtlich die Mutter hält,
sind sie mürrisch und voll herrischen
Eigensinns;
wandeln still sie des Wegs, irret Geringes doch bald sie wieder; sie reißen aus dem Gleise sich sträubend dir.
Doch du rührest sie kaum, Liebende!
freundlich an,
sind sie friedlich und fromm; fröhlich gehorchen sie; Du lenkst, Meisterin! sie mit weichem Zügel, wohin du willst.
Gli umorali
Sento di lontano quando per me lamento,
accordi e canti, subito tace il cuore;
sono già trasformato
se mi vedi tu, vino di porpora!
Sotto ombre di bosco dove il sole
del mezzodì splende tenue nel verde;
siedo tranquillo quando
irato da pesante offesa
vagai nei campi – troppo irosi
natura, i tuoi poeti! Lutto e pianto facile
i felici; infantili
se la madre fu troppo delicata
ombrosi e pieni di sé prepotenti:
cambiano zitti cammino, un’inezia
li fuorvia; si strappano
opponendo resistenza.
Ma se appena li sfiori, cara! amichevole,
pacifici e pii contenti ti seguono;
tu guidi maestra! Con
tratto lieve, dove vuoi.
*
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Wurzel
alles Übels
Einig zu sein, ist göttlich und gut;
woher ist die Sucht denn
unter den Menschen, daß nur einer und eines nur sei? |
Radice di tutto il male
Uniti andare d’accordo è delizia divina; come
mai
fra gli umani il bisogno dell’unico o di una
cosa?
*
Höhere
Menschheit
Den Menschen ist der Sinn ins Innere
gegeben,
daß sie als anerkannt das Beßre wählen, es gilt als Ziel, es ist das wahre Leben, von dem sich geistiger des Lebens Jahre zählen. |
Umanità superiore
Agli umani è dato il senso dell’interno,
che sappiano cos’è migliore,
vale come meta, è la vera vita,
di cui contino gli anni spirituali.
*
Mnemosyne
Letzte Fassung
Reif sind, in Feuer getaucht,
gekochet
die Frucht und auf der Erde geprüfet und ein Gesetz ist, daß alles hineingeht, Schlangen gleich, prophetisch, träumend auf den Hügeln des Himmels. Und vieles wie auf den Schultern eine Last von Scheitern ist zu behalten. Aber bös sind die Pfade. Nämlich unrecht, wie Rosse, gehn die gefangenen Element' und alten Gesetze der Erd. Und immer ins Ungebundne gehet eine Sehnsucht. Vieles aber ist zu behalten. Und Not die Treue. Vorwärts aber und rückwärts wollen wir nicht sehn. Uns wiegen lassen, wie auf schwankem Kahne der See.
Wie aber Liebes? Sonnenschein
am Boden sehen wir und trockenen Staub und heimatlich die Schatten der Wälder und es blühet an Dächern der Rauch, bei alter Krone der Türme, friedsam; gut sind nämlich, hat gegenredend die Seele ein Himmlisches verwundet, die Tageszeichen. Denn Schnee, wie Maienblumen das Edelmütige, wo es seie, bedeutend, glänzet auf der grünen Wiese der Alpen, hälftig, da, vom Kreuze redend, das gesetzt ist unterwegs einmal Gestorbenen, auf hoher Straß ein Wandersmann geht zornig, fern ahnend mit dem andern, aber was ist dies? Am Feigenbaum ist mein Achilles mir gestorben, und Ajax liegt an den Grotten der See, an Bächen, benachbart dem Skamandros. An Schläfen Sausen einst, nach der unbewegten Salamis steter Gewohnheit, in der Fremd, ist groß Ajax gestorben, Patroklos aber in des Königes Harnisch. Und es starben noch andere viel. Am Kithäron aber lag Eleutherae, der Mnemosyne Stadt. Der auch, als ablegte den Mantel Gott, das Abendliche nachher löste die Locken. Himmlische nämlich sind unwillig, wenn einer nicht die Seele schonend sich zusammengenommen, aber er muß doch; dem gleich fehlet die Trauer. |
Mnemosine
ultima versione
Maturi, immersi nel fuoco i frutti
provati in terra ed è legge
tutto vi rientri, come serpenti,
profetici sognano su
poggi paradisiaci. E molto
come sulle spalle un
peso di separarsi
da portare. Maligni però
i sentieri. Infatti ingiusti
come cavalli, vanno i prigionieri
elementi e antiche
leggi della terra. E sempre
nel non vincolato va una nostalgia. Ma molto
va tenuto. E un bisogno questa fedeltà.
In avanti invece e indietro non vogliamo
vedere. Cullare lasciarsi, come
su barca che dondola il mare.
Come però, caro? Raggi di sole
sul terreno e polvere secca
e come patria le ombre dei boschi e fiorisce
ai tetti il fumo, ad antiche corone
di torri, in pace; buoni infatti
se a contraddire l’anima
un Celeste la ferì, i presagi del giorno.
Che neve, o biancospino
l’animo nobile dove
che sia, importante, risplende
sul verde prato
delle Alpi, proprio là come parlasse della
croce, che
fu posta in cammino un tempo
ai morti, su alta via
un viandante va iroso,
lontano presume con
l’altro, ma cos’è questo?
All’albero di
fico mi è
Achille mio morto,
e Aiace giace
alle grotte sul lago,
ai torrenti imparentati allo Scamandro.
Ai sonni correre un tempo, dopo
la ferma abitudine
della non commossa Salamina, straniero il
grande
Aiace morì,
Patroclo invece nel regno. E morirono
molti altri molto. Presso il Citereo era
Eleutera, città di Mnemosine. A lei, ove
tolse Dio il manto, sciolse i capelli
l’elemento serale, in seguito. I Celesti
infatti
non sono propensi, se uno a proteggersi
non trattiene l’anima, tuttavia deve; a lui
subito viene meno il lutto.
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