Georgien 2008

Georgien 2008

Faust

Faust, 1070-1099



Betrachte, wie in Abendsonne-Glut

die grünumgebnen Hütten schimmern.
Sie rückt und weicht, der Tag ist überlebt,
dort eilt sie hin und fördert neues Leben.
O dass kein Flügel mich vom Boden hebt,
Ihr nach und immer nach zu streben!
Ich säh’ im ewigen Abendstrahl
die stille Welt zu meinen Füßen,
entzündet alle Höhn, beruhigt jedes Tal,
den Silberbach in goldne Ströme fließen.
Nicht hemmte dann den göttergleichen Lauf
der wilde Berg mit allen seinen Schluchten;
schon tut das Meer sich mit erwärmten Buchten
vor den erstaunten Augen auf.
Doch scheint die Göttin endlich wegzusinken;
allein der neue Trieb erwacht,
ich eile fort, ihr ew’ges Licht zu trinken,
vor mir den Tag und hinter mir die Nacht,
den Himmel über mir und unter mir die Wellen.
Ein schöner Traum, indessen sie entweicht.
Ach! Zu des Geistes Flügeln wird so leicht
kein körperlicher Flügel sich gesellen.
Doch ist es jedem eingeboren,
dass sein Gefühl hinauf und vorwärts dringt,
wenn über uns, im blauen Raum verloren,
Ihr schmetternd Lied die Lerche singt;
wenn über schroffen Fichtenhöhen
der Adler ausgebreitet schwebt,
und über Flächen, über Seen
der Kranich nach der Heimat strebt.







Contempla, in brace al sole serale
capanne nel verde luccicare.
Cede arretra, a giorno sopravvissuto,
si affretta giù e pretende nuova vita.
Oh che non mi sollevi da terra alcuna ala,
per seguirlo e seguirlo per sempre!
Vedrei nel raggio eterno della sera
silente il mondo ai miei piedi,
tutte alture incendiate, placata ogni valle,
fluire in correnti dorate l’argenteo rivo.
Non impedirebbe corso uguale a dèi
il selvaggio monte con le sue gole;
il mare già con gli scaldati golfi
si apre agli stupiti occhi.
Sembra infine sparire il dio;
solo si sveglia il nuovo istinto,
mi affretto per bere la sua eterna luce,
di fronte il giorno e dietro a me la notte,
il cielo sopra me e sotto onde.
Un bel sogno, mentre lui mi sfugge.
Ah! Ad ali dello spirito non sì facilmente
si affiancheranno ali corporee.
Eppure a ognuno è dato
il sentimento che in su preme in avanti,
se su di noi persa in azzurro spazio,
risuoni il canto dell’allodola;
se oltre elevatissimi abeti
fluttua allargata l’aquila,
e su pianure, su laghi
la gru abbia nostalgia di patria.






Behold how by the evening’s solar fire
The cabins are aglow in greenery.
The day is lived and done; the reeling sun
Hurries away to foster life elsewhere,
And I want wings to take me up out there
To strive and follow on!
I'd see the silent world unfold
Before my feet in endless evening rays,
The quiet of the dells, the hills ablaze,
The silver brooks that run to streams of gold.
My course would be a god’s, unhindered by
The savage mountain and its craggy face;
Already now the sea with sun-warmed bays
Lies open to the dazzled eye.
And now that solar goddess falls from sight;
But a new urge impels the mind:
I'm off to drink her everlasting light,
With day before me and the night behind,
The waves below and, overhead, the sky.
It is a gorgeous dream. The sun must flee.
Alas! These spirit wings will never be
Conjoined corporeal wings on which to fly!
Yet it is utterly innate
For feeling to want out, to soar anew
When aimless skylarks jubilate
Above us in the spacious blue,
When over craggy, pine-clad highlands
The opened wings of eagles roam,
And, over meadowlands and islands,
The striving crane goes gliding home.




 trad. inglese A.Z. Foreman


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