ph: salsel, Draghi tosti da Asti
Ein kurzes Kommentar zu dem
Gedicht KUNFTTAG II
[...] ich habe nur einige Aufsätze zu
George geschrieben und Radiosendungen zu seinem Werk gemacht. Vor allem aber
ist er für mich einer der Dichter, die für meine eigene Arbeit als Lyriker
wichtig sind.
Das ganze Gedicht hat ja diesen Bezug zum
Advent, zum Warten auf den Erlöser, und von diesem für lange Zeit unerfüllten
Warten ist "das dumpfe volk" so müde und enttäuscht wie der Sprecher,
der sich ab der 7. Zeile einschaltet und davon spricht, wie auch er die
Hoffnung schon aufgegeben hatte.
Zum dritten mal "trog" er sich,
also täuschte sich, und dies in verschiedenen Lebensaltern: Weil er "als
kind sein bild (also das des Erlösers) nicht fand", weil er als Jüngling
"sehnend brach" (= ihm brach die Brust, das Herz, die Hoffnung) und
nun, da er einer ist, "der heut die mitte tritt", also in der Mitte
des Lebens steht (so wie George sich nach 1900 fühlte), ist er "satt noch
zu vertraun", das bedeutet, er ist es satt, er ist es leid, noch auf eine
Hoffnung zu vertrauen, die ihn schon zweimal getrogen hat, er glaubt nicht mehr
an den Erlöser.
Das ist also der Tiefpunkt seines
religiösen Sehnens, dem dann in "Kunfttag III" doch wieder die neue
Frühlingszeit folgt, der Lenz, der die Begegnung mit Maximin schenkt.
Un breve commento alla poesia Giorno d'arrivo II
[...] scrissi solo alcuni testi su George e
interviste alle radio. Soprattutto però egli è uno dei poeti che assume
importanza per il mio personale lavoro di lirico.
L'intera poesia ha questo riferimento
all'avvento, all'attesa del salvatore, e per questa - a lungo disattesa -
attesa, il "popolo ottuso" stanco e deluso come chi parla, che si
innesta dal settimo verso e ne parla, e di come anche egli avesse già
rinunziato alla speranza.
Per la terza volta si ingannò, si sbagliò, e in
diverse età della vita: da bambino non trovò l'immagine di Lui, il salvatore;
da giovane si "spezzò nell'anelare" il petto, il cuore, la speranza;
ed ora, uno che oggi sta nella metà della sua vita, (come si sentiva George
dopo il 1900), ne ha abbastanza, gli duole affidarsi ancora a una speranza, che
gli sfuggì due volte, egli non crede più nel salvatore.
Questo quindi è il punto nel quale tocca il fondo
delle sue ansie religiose, cui tuttavia in Giorno d'arrivo III segue la
primavera nuova, che gli dona l'incontro con Maximin.
(da una sua lettera privata a me, del 2012)
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