Ph: salsel, Luce calore cura
Die blume die ich mir am fenster hege
Verwahrt vorm froste in der grauen scherbe
Betrübt mich nur trotz meiner guten pflege
Und hängt das haupt als ob sie langsam sterbe.
Um ihrer frühern blühenden geschicke
Erinnerung aus meinem sinn zu merzen
Erwähl ich scharfe waffen und ich knicke
Die blasse blume mit dem kranken herzen.
Was soll sie nur zur bitternis mir taugen?
Ich wünschte dass vom fenster sie verschwände . .
Nun heb ich wieder meine leeren augen
Und in die leere nacht die leeren hände.
Il fiore che mi serbo alla finestra
Dal gelo nonostante la mia cura
Mi rattrista e lascia pendere il capo
Come se piano piano morisse.
Per svellere il ricordo del suo primo
E fiorente destino dai miei sensi
Scelgo armi affilate e piego il pallido
Fiore con un cuore malato.
Cosa deve servire all'amarezza?
Vorrei che scomparisse dalla vista..
Ora alzo dinuovo gli occhi vuoti
E nella notte vuota vuote mani.
da “Stefan George,
Sämtliche Werke in 18 Bänden”,
Hrsg. Stefan George
Stiftung, Klett-Cotta, Stuttgart, 2013
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